Sie sind hier

Fair oder Un-Fair | ethisch korrekter Konsum?

Vieles bestellen wir mangels Alternativen im Internet. Es ist bequem, für Händler und Käufer und idR sicher. Günstig ist es oft auch. Als Zahlungsweise favorisieren wir die Lastschrift. Kreditkarten kommen bei uns nicht in die Tüte.

Wir legen aber nicht nur Wert auf Komfort, Preis oder Qualität - es ist uns in der Regel auch wichtig zu wissen, dass wegen der Produkte die wir nutzen keine Menschen wie Sklaven behandelt wurden. Es soll sich niemand seine Gesundheit ruinieren nur damit wir grünen Tee trinken können. Die Umwelt soll geschont werden, auch wenn wir Blue Jeans tragen. Das ist ein sehr hoher Anspruch der, man muss es sagen, leider, sehr oft, nicht erfüllt werden kann.

Heute fanden wir in einem Katalog Beileger ein für uns unbekanntes Siegel / Label, Fair Wear Foundation, also recherchierte ich. Denn ich möchte schon gerne wissen, ob das nur Augenwischerei ist oder eine ernsthafte Absicht - und - Kontrolle dahinter steckt.

Die offiziellen Webseiten im Zusammenhang mit der Fair Wear Foundation:
http://www.fairwear.org/

Beispiel Mitglieder:

http://www.takko-fashion.com/de_de/unternehmen/nachhaltigkeit/mitgliedschaft-fair-wear-foundation.html

Im Dezember 2010 wurde das Unternehmen an den britischen Investor Apax verkauft[1].

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Takko

Apax Partners, L.P. (kurz Apax) ist ein Investment-Unternehmen für privates Beteiligungskapital. Das Unternehmen operiert in den USA, Europa und Israel.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Apax

http://blog.jack-wolfskin.com/de/Home/Wie-arbeitet-eigentlich-die-Fair-Wear-Foundation.aspx

2011 verkauften die derzeitigen Eigner die Firma an die US-Beteiligungsgesellschaft Blackstone weiter.[2] Der Übernahme müssten allerdings noch die Kartellbehörden zustimmen.[2] Über den Kaufpreis vereinbarten Käufer und Verkäufer den Angaben zufolge Stillschweigen[2], Branchenexperten gehen von einem Verkaufspreis von rund 700 Millionen Euro aus[5]. Blackstone soll dem Unternehmen dabei helfen, international zu wachsen.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Jack_Wolfskin

Takko? Das führte doch zu nichts. Wirklich jedes Unternehmen kann sich zu allem verpflichten, wichtig ist ein Ergebnis von Kontrollen. Diesen Beleg versuchte ich zu finden. Es dauert eine Weile, doch dann auf Seite 3 meiner Google Suchergebnisse wurde ich auf einen interessanten Artikel aufmerksam:

http://kmu.kompass-nachhaltigkeit.de/standardsuche/standard-detail/std/32.html?tx_chsimplepp_pi1

Die Informationen in diesem Artikel sind etwas versteckt, man muss sie selbst entdecken. Was ich dort lesen konnte war größtenteils unverständlich für den Laien. Irgendwie war das nicht sehr befriedigend. Doch was hatte ich erwartet? Ein letzter Versuch, die ermüdende Recherche zu einem Abschluss zu bringen, förderte diese Webseite zu Tage:

http://www.ci-romero.de/guetesiegel-fwf-aktuell/

http://www.ci-romero.de/konzerne/

Interessant ist die Information die bei einigen Herstellern nicht steht. Denn die Berichterstattung ist sehr objektiv und nüchtern gehalten. Über Kontrollen die nicht stattfinden kann man nicht Berichten. Doch man kann die folgende Konzerne mal miteinander vergleichen:

http://www.ci-romero.de/konzerne_lidl/
http://www.ci-romero.de/aldi/
http://www.ci-romero.de/kik/

und als anderes Beispiel

http://www.ci-romero.de/jack_wolfskin/
http://www.ci-romero.de/gruenemode-labels-h_m_conscious/

http://www.ci-romero.de/gruenemode-labels-hessnatur/
http://www.ci-romero.de/gruenemode-labels-trigema/

Im Vergleich wird einem klar, was eine Firma alles tun kann, um die gesamte Produktionskette fair zu gestalten.

Zusammenfassung zu dem Label Fair Wear Foundation:

http://www.ci-romero.de/gruenemode-guetesiegel-fwf/

Lesenswert, die anderen Siegel und Label

http://www.ci-romero.de/gruenemode-guetesiegel/

Wer oder was ist ci-romero?
http://de.wikipedia.org/wiki/Christliche_Initiative_Romero

Nach all der Recherche war mir aufgefallen, ich hatte ganz vergessen direkt nach dem Nutzer des FWF Labels zu gucken. Und sicher möchte der Leser nun wissen, welchen Prospekt ich da in Händen hielt.

Bei Wikipedia fand ich folgenden Artikel über den Versandhändler: http://de.wikipedia.org/wiki/Waschbär_Umweltversand
Es liegt mir fern hier Werbung zu machen oder Produkte schlecht zu reden. Also wäre doch alles gut oder?

Ich fand noch weitere Siegel in der Broschüre, zu verschiedenen Produkten.

BDIH Kontrollierte Natur-Kosmetik - siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Naturkosmetik
FSC.org - Papier aus verantwortungsvoller Quelle - http://de.wikipedia.org/wiki/Forest_Stewardship_Council
Global Organic Textile Standard GOTS - http://de.wikipedia.org/wiki/Global_Organic_Textile_Standard
Öko Test - Richtig Gut Leben - Siegel - http://de.wikipedia.org/wiki/Öko-Test
(Pikante Details in der Diskussion: http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:%C3%96ko-Test/Archiv )
Industrie Preis 2008 - http://archiv.industriepreis.de/sieger/2008/kategoriesieger/medizintechnik.html
Fair Deal Trading - http://www.fairdealtrading.de/ 
Vegan - http://www.vegan.at/veganelebensweise/guetesiegel/veganblume.html

Unter anderem vertreibt der Waschbärversand:

Xodex® - Ein Homöopathisches Präparat, als Insektenvertreibungsmittel und zur Vorbeugung vor Zeckenbisse (esowatch - http://tinyurl.com/bpcd8sp )
Waschbälle - dieses Produkt verspricht 50% Ersparnis an Waschpulver (grundsätzlich kann man die Waschmitteldosis  idR nach unten korrigieren, auch ohne Kugel)
Den Waschball - Waschball mit Magnet, spart angeblich 100% Waschpulver (esowatch - http://tinyurl.com/c2mfufq )
Silverstar® - Reiniger Platten zur Reinigung von Silber mithilfe von Salz und Wasser (Ein Teller-großes Stück Haushalts Alufolie hat die gleiche Wirkung)

In den AGBs, die sehr klein gedruckt sind, steht sinngemäß, dass die Listendaten für folgende Zwecke genutzt werden können:

  • für eigene Marketingzwecke
  • zum Zwecke der Spendenwerbung
  • zur Übermittlung an Dritte die ähnlich Interessante Produkte anbieten

Dabei hält sich der Waschbärversand strikt an die vom Gesetzgeber geforderten Auflagen und speichert die Daten 2 Jahre damit diese vom Kunden angefordert werden können. Bei der Angabe einer eMail Adresse geschieht in etwa das Gleiche, nur elektronisch.


Ich denke das genügt nun an Information. Wer mehr wissen möchte sollte sich viel Zeit und eine Kanne Tee mit an den Rechner nehmen und das Netz durchwühlen. Es ist interessant.

Natürlich ist meine Recherche von meiner Skepsis geprägt. Ganz sicher gibt es noch viele andere Quellen und Belege im Netz, und ich würde mich freuen über Kommentare und Meinungen im Kommentarfeld. Ergänzungen und Wissenswertes.


Mit ausgiebigen Grüßen,
yt