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Men @ WoodWork | Geräteschuppen

Und wieder ran an die Arbeit!
*shiver*Nach dem es in den letzten Wochen viel zu  kalt war, geht es heute wieder los. Bretter streichen. Schon wieder.

Wir benutzen eine Leinölfarbe die sich bewährt hat. Durch die Farbe hindurch kann sogar Hartz diffundieren ohne dass die Farbe aufplatz oder der Schutz verloren geht. Die Farbe ist auf den ersten Blick zwar teurer, dafür aber auch ergiebiger. Den Farbton für unser Haus ließ ich eigens nach dem NCS (Natural Color System) anmischen. Das kostet je nach Abnahmemenge nichts extra. Für unser Haus inkl Schuppen benötigen wir ca. 35 Liter.

Im Sommer 2011 hatten wir die gesamte Außenfassade gestrichen. Jetzt bleibt nur noch der kleine Geräte Schuppen. Den kleinen, etwa 8qm Holzschuppen, hatte ich die vorherigen Tage mit Holzwolle gedämmt, bis mir warm wurde. Die geringen Mehrkosten, im Vergleich zu billigem Klemmfilz, nehme ich gern in Kauf, wenn ich mich dafür nicht tot-kratzen muss. Glaswolle und auch Mineralwolle sind echt furchtbar unangenehm. Es sei denn man hat eine Haut wie ein Elefant und eine eiserne Lunge. Holzdämmwolle ist wesentlich angenehmer. Hat jedoch ein auch eine heftige Staubentwicklung.

Wer Angst vor Feuer hat, dem sei gesagt, dass Zeug brennt nicht. Ich hab es natürlich ausprobiert. Gepresst oder zerfasert, die Holzwolle sieht zwar aus als könnte sie gut als Kaminanzünder dienen, doch die Realität sieht so aus dass es von allein nicht abbrennt. Es verkohlte nur dort wo das Feuerzeug direkt die Flamme drauf gab.

*ampun*Innen wird der Schuppen mit OSB Platten, Nut und Feder, verschraubt und abgeklebt, dass er Wind-dicht wird. Das jedoch erfordert in irgendeiner Weise eine halbwegs kontrollierbare Belüftung. Sonst wird es dort irgendwann übel riechen.

Eine Idee dazu habe ich noch nicht, aber mir fällt schon noch was ein. Apropos Übel riechen und OSB Platten. Es gibt OSB Platten die stinken furchtbar. Leider wurden mir auch solche Stinkedinger angeliefert. Ich vermute die bestehen mehr aus Chemie als aus Holz. Das wollte ich eigentlich vermeiden, aber nun ist der Saure Apfel vom Stamm gefallen. Da muss ich mich nun durchbeißen.

Der Punkt belüftung ist zudem auch wichtig, weil wir einen Wechselrichter und Sensorik im Schuppen betreiben. Dieser ist Brandfest aufgehängt und sicher verschraubt, braucht aber bei Volllast ordentlich Luft um nicht zu überhitzen. Auch hier muss ich für ausreichend Belüftung sorgen. Wie ich dabei den Schuppen noch Frostsicher halten kann, ist mir noch ein Rätsel. Der Wechselrichter bringt doch ordentlich wärme. Wäre toll wenn er im Winter die Aussenluft erwärmen könnte für die geregelte Hauslüftung.

Gelb. Gelb. Gelb.
Und los geht´s, Außenverschalung streichen. Die Farbe und das Holz sollten mindestens 8 Grad warm sein, sonst kann die Farbe nicht richtig verarbeitet werden. Irgendwie passend. Unter 8 Grad kann ich auch nicht richtig arbeiten. Und bei dem Wetter macht es sogar ein wenig Spaß.

[update] Es ist mittlerweile Mai und die Eisheiligen sind Idioten. Morgens 4 Grad, furchtbar kalter Nordwind. Immerhin hab ich das gröbste an den spärlichen, sonnigen, Tagen erledigt und fange nun schon mit dem Holz für den Verandaboden an. Es wird ein Anstrich mit einer nachdunkelnden Farbe, Douglasie. Sieht gemütlich aus. Es ist von der gleichen Firma wie auch die Hausfarbe, jedoch nehmen wir für die Bodenbretter einen Anstrich mit Pilz und Schimmelschutz. Es kann ja doch mal passieren dass die Unterseite etwas länger feucht bleibt, auch wenn wir ausreichend Hinterlüftung einplanen.

Das ist einer der wichtigsten Punkte bei Holz. Wenn es stet gut trocknen kann, hält es ewig.


*hi*Mit fleißigen Grüßen,
yt