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NSLU2 - Linux | Geschwindigkeits Test

Der grosse Vergleich steht an, und natürlich ist jedem klar, die NSLU2 ist kein Rennpferd. Slug OS zu Deutsch Schnecken Betriebsystem, der Name ist Programm.

Es gibt jedoch eine sehr gute Anleitung, dem kasten "Beine" zu machen.
Bitte schaut euch unbedingt auch Gargis NSLU2 Thread an. Dort bekommt ihr wesentlich mehr und nützlichere Informationen.
http://www.gargi.org/showthread.php?156-Der-gro%DFe-NSLU2-Thread

Nichts desto Trotz soll man damit ja Arbeiten können, mp3s von dort aus abspielen ist zum Glück ja selbst bei hoher Bitrate (Qualität) kein Problem, denn das sind im Verhältnis wirklich kleine Datenmengen. Doch will man mal seinen World of Warcraft Spieleordner sichern, kommen schon gut 2GB zusammen, auf die man nicht ewig warten will.

Linux bietet zum Glück eine sehr simple Möglichkeit einen Test durch zu führen.


System, Filesystem

Mit der Befehlskette
time dd if=/dev/zero of=[Pfad zur externen Festplatte /dev/usb1/]Dateiname bs=1M count=1024
haben wir so eine bequeme Testmöglichkeit.
Hier wird dem Befehl dd gesagt, schreibe direkt auf die Festplatte, 1 Gigabyte mit Nullen.
! VORSICHT ! - Wird die Datei auf den internen Flashspeicher geschrieben, kann es passieren das dieser mit einem Gigabyte überfordert ist und das System wegen Platzmangel blockiert wird. !!!

! VORSICHT !
Der Befehl dd schreibt ohne weitere Rueckfrage!
Werden bestehende Daten ueberschrieben sind diese unrettbar verloren!!!

Mit
time cat if=[Pfad zur externen Festplatte /dev/usb1/]Dateiname of=/dev/zero
kann man ein Lesen simulieren, dabei wird die zuvor geschriebene Datei ausgelesen und in das virtuelle Nirvana /dev/zero/ geschrieben.

Als Ergebnis bekommt man Beispielsweise,

#:~$ time dd if=/dev/zero of=datei bs=1M count=1024
1024+0 records in
1024+0 records out
1073741824 bytes (1.1 GB) copied, 31.5952 seconds, 34.0 MB/s

real 0m31.649s
user 0m0.004s
sys 0m5.792s

Dies ist mein alter Fileserver Johann, mit handelsüblicher Hardware aus dem Jahre 2002.

Als Vergleich einmal der Asus EeePC:
#:~$ time dd if=/dev/zero of=datei bs=1M count=1024
1024+0 records in
1024+0 records out
1073741824 bytes (1.1 GB) copied, 53.2852 seconds, 20.2 MB/s

real 0m54.751s
user 0m0.010s
sys 0m4.070s

Emma, die NSLU2 Slug, schafft mit Debian als Betriebsystem auf eine USB 2.0 externe Festplatte folgendes Resultat:

time dd if=/dev/zero of=/home/public/Test bs=1M count=1024
1024+0 records in
1024+0 records out
1073741824 bytes (1.1 GB) copied, 90.1254 s, 11.9 MB/s

real 1m30.572s
user 0m0.030s
sys 1m1.210s

Dies ist nur ein theoretischer Testfall, der sich kaum auf die Praxis bezieht. Wir haben also nur einen theoretisch möglichen Wert ermittelt.

Irgendwann kommt man dann auf die Idee, einfach einen größeren USB Stick zu nehmen, und dort Debian zu installieren. USB Sticks sind mittlerweile schön schnell, leise und billig.
Die NSLU2 schreibt 1 GB auf einen 8GB USB Stick mit:
time dd if=/dev/zero of=/home/[user]/test.dat bs=1M count=1024

1024+0 records in
1024+0 records out
1073741824 bytes (1.1 GB) copied, 217.202 s, 4.9 MB/s

real 3m37.681s
user 0m0.040s
sys 1m1.640s

Das ist erschreckend, schlecht.

emma:~# time cp /home/[user]/test.dat /dev/zero

real 1m11.997s
user 0m0.370s
sys 0m27.860s

Samba Geschwindigeit