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Asus Eee PC | Liebe auf den ersten Blick

Sehr gut kann sich der Autor daran erinnern, wie damals der erste Computer auf dem Boden stand. Der erste Computer war in einem großen Karton eingepackt. Alles roch nach Styropor und Kunstoff beim Auspacken und ein Antennenkabel, Stromversorgung sowie eine Datasette waren das einzige Zubehör.
Natürlich gab es auch ein Handbuch, in dem die ersten Grundkenntnisse vermittelt wurden.

Ein Fernseher war damals gar nicht so einfach zu bekommen, um den Computer daran anzuschliessen. Schon gar nicht für einen 16 Jährigen in dessen Haushalt ein Wählscheibenschloß am Telefon Verbindungsgebühren sparen half. Die Begeisterung war aber derart hoch dass es dem Autor sogar Freude bereitete in dem Handbuch nach zu lesen. Denn wenn man diesen Computer einschaltete, passierte ohnehin ersteinmal rein gar nichts, ausser das ein Cursor blinkte.

Eee PC 701 G4
Das unglaubliche daran ist: Es funktioniert. Einfach so.

Kauft man heute ein PC zählen nur die inneren Werte. Selten wird auf das äussere geachtet, es sei denn man beisst in den sauren Apfel und bezahlt das Design mit. (Schönes Wortspiel um den Apple nicht wahr?) Nüchterne Werte um Gigabyte und RAM, Core, Benchmark und Kapazitäten zählen. Dabei ist heute ohnehin hinlänglich bekannt, wer Reiten will muss Reiten lernen. Bei soviel Pferdestärken unter der Haube wird es im Zimmer warm, doch kommen beim Anblick eines Desktops, oder des Midi-Tower Gehäuses nur selten Gefühle in Wallung.

Doch da sah ich ihn, den Eee PC erstmal Live und in Farbe. Unscheinbar, unauffällig und Leise. Kein Gramm zuviel.

Kaum 5 Tage später wurde der 2. EeePC gekauft. Immer wieder sagte der Verkäufer, er habe keine Ahnung ob dieses oder jenes auch mit Linux funktioniere. Eine weisse Bluetooth Maus von Logitech, ein Bluetooth Tiny Stick von Digitus, SD Karte von Kingston, Transcend USB Stick, AverMedia dvbt. Eine GPS Maus war leider nicht zu bekommen, eine UMTS Karte wird vermutlich folgen, doch dort gilt es ersteinmal die Preise und Marktsituation zu sondieren. Die Perepherie ist quasi von der Stange gekauft. Es funktioniert. Wenn auch mit etwas Handarbeit in der Kommandozeile.

Das ganze hat nur einen Preis, Begeisterung. Wer Linux nicht mag, kann natürlich auch Windows XP installieren, doch wo dabei der Spass bleibt seinem Rennpferd die Beine zu brechen und einen Betonklotz an Code ziehen zu lassen bleibt dem Autor im Verborgenen.

Weitere Detailierte Berichte werden sicherlich folgen, und damit sei das Vorwort für die Rubrik "Eee PC" eröffnet. Der Autor muss nun dringend sein Eee weiter aufpimpen, ...

Weitere Artikel in dieser Rubrik:
Erste Schritte | Warum einfach wenn es auch kompliziert geht

Mit minimalistischen Grüßen,
yours truly

Kommentare

Wirklich klasse Artikel - gefällt mir =)

Hoffe du hälst mich und bestimmt auch andere Leser weiterhin auf dem Laufenden.. =)
In sachen umts würde ich mich besonders freuen - liebe grüße aus köln
marcel

Schau, schau - da interessiert sich auch einer für dieses schnuckelige Ding. Fein! Ein Grund mehr, deine Seite aufzusuchen...

Zum Thema Betonklotz :) - so schlimm ist es gar nicht... Da ich einfach zu faul bin, mich auf Linux einzulassen und sowieso noch ein XP herum liegen hatte, guckte ich mir das mitgelieferte System mal an (hm, ja, nett - keine Ahnung, wie ich das ab CD (!) wieder herstelle - egal - gelöscht) und machte mich anschliessend an die Installation.

Nachdem ich feststellen musste, dass mein externes CD-ROM nicht bootfähig ist, ich es tatsächlich geschafft habe, die XP-Installation samt Servicepack-Slipstream auf einen USB-Stick zu packen und auch noch davon zu starten, ich dann erfreut bemerkte, dass man bei dieser Installation wieder mal einen ganzen Haufen Zeit hat, nebenher noch andere Dinge zu erledigen, hatte ich mein Windows auf dem EeePC drauf... War doch Easy... ;)

Nun - bis jetzt kann ich sagen, nicht schlecht. Immerhin startet das System in ca. 35 Sekunden auf, was für ein XP System nicht schlecht ist. Auch die Bedienung der (wenigen) Programme geht angenehm vonstatten...

Ich muss dazu noch erwähnen, dass ich ein EeePC 900* mein Eigen nenne und ich auch noch keinen Virenscanner auf dem System hab... was bei der geplanten Verwendung auch nicht nötig gewesen wäre - allerdings zeichnet es sich ab, dass ich den Schnuckel eben doch noch anderweitig verwenden könnte... ^^
*Bei einem kleineren System würde ich von der Installation von XP abraten... Ich kann es nicht verstehen, dass Asus offenbar ein XP-System mit nur 512MB RAM, nur 2GB SSDisk und mangelhafter Grafik-Auflösung ausliefert... (so gesehen beim lokalen Elektronik-Anbieter)

Ach ja, dies fand ich noch ganz witzig (ich bemerke hier irgendwie eine gewisse Vorliebe für Zubehör) - wie man den EeePC noch zünftig aufmotzen kann :): http://www.chip.de/bildergalerie/Eee-PC-Modding-Galerie_32284796.html. Faszinierend.