Sie sind hier

Flattr ? | Unser System ist das "Q"

[update] Die Konditionen von Flattr haben sich ein wenig verändert. Dieser Artikel ist damit nicht mehr vollständig korrekt.
[update] Flattr ist (anscheinend) so gut wie im Eimer ... Dieser Artikel hat sich überholt und tatsächlich war Flattr (für die meisten User/Anbieter) kein Segensbringer.

Ein klein wenig Lob, Aufmerksamkeit oder auch Tantiemen um sein Schaffen fortzusetzen. Blogger, Künstler, Programmierer, Enthusiasten, Hobby Bastler, Journalisten, Schriftsteller, Musiker oder auch politisch engagierte Menschen (u.v.a); - Im Internet veröffentlichen viele Menschen Interessante oder auch absurde Informationen. Skurrile, unglaubliche aber auch wunderschöne Beiträge bereichern unser Leben. Wem kann man es übel nehmen, wenn er dafür einen Hut herum reicht, ein kleines Dankeschön erbittet? Doch ist Flattr wirklich sozial? Oder sind wir Netz-Aktiven einfach nur blind vor Freude?

karikiertes Flattr Logo

Inhalte
1. Flattr - genial und einfach?
2. Man in the Middle - Banken, Stiftungen, Informationen
3. Giropayment - sicher, einfach, bequem, günstig
4. Wer profitiert ?
5. Welchen Nutzen hat dieses System ?
6. Eine unkomplizierte Alternative

1. Flattr - genial und einfach?

Flattr ist ein soziales Micropayment, lautet der Slogan. Ein kurzer Blick und die Sache scheint klar. Endlich ein System, das funktioniert. Ohne das Nutzer sich verschulden könnten, kann man Inhalte im Netz belohnen. Dabei hilft

ein durchdachtes System, das mit jedem Klick auf den Flattr Button ein weiteres Loch in die Gießkannentülle bohrt.
Am Ende des Monats erfolgt die gleichmäßige Ausschüttung auf alle Klicks.
„Das ist es mir Wert“, „TAZ zahl ich“, „dieser Beitrag hat mir besonders gefallen“, „kleine Spende“, usw... Der Flattr Button zeigt auch an, wie viele Menschen schon geflattert haben.

Einfach und genial, genial einfach
Dachte ich mir, als ich das erste mal von Flattr hörte. Doch so einfach ist es nicht, wie ich im folgenden Beitrag zeigen möchte. Wie jedes soziale Geflecht ist es alles andere als trivial in der Umsetzung und auch Auswirkung. Und wie jedes mal, wenn irgendwo ein Geldfluss entsteht, kommen die Banken, die Politiker, die Gier.
(und wir Verschwörungstheoretiker die Fragen: „Wer profitiert davon...“)

Öffentliche Daten nutzen, private Daten schützen
... so lautet ein Grundsatz der Hacker. Dachte ich.
Flattr ist alles andere als ein Datenschützer. Ob nun willentlich oder gezwungener Maßen, die Frage wäre unsinnig. Denn letztlich ist es nicht kriegsentscheidend dass jemand etwas über mich weiß. Der wichtigere Punkt ist:

Wer hat welches Wissen über mich und warum

Genau das möchte ich versuchen hier in diesem Beitrag gedanklich mal auseinander zu nehmen. Denn für wenige Cent Anerkennung wird ein enormer technischer Aufwand betrieben und es werde Unmengen an Daten an verschiedensten Stellen gesammelt.
Dieser Essay ist dabei als Hilfe gedacht, selbst zu entscheiden, ob man an diesem System teilnehmen möchte oder nicht. Eine unkomplizierte Alternative nenne ich zum Schluss.

Der Teufel scheißt immer auf den größten Haufen.
Der Mensch hat einen freien Willen. Vielleicht lässt sich der ein oder andere beeindrucken von einem viel be-Flattr-ten Beitrag, doch im großen und ganzen bleibt die Entscheidung, wen oder was man mit einem kleinen Betrag unterstützen mag ganz in der eigenen Hand. Dabei sieht man nicht einmal die tatsächlichen Einnahmen. Jemand mit tausenden Flattrs kann nur wenige Euro bekommen haben, weil er diese auch wieder weiter verteilt oder nur kleine Cent Beträge ernten. Während jemand mit wenigen Klicks große Summen kassieren kann, als einzige Zielperson eines gönnerhaften Flattr Users. Diese Scheintransparenz kann trügerisch sein und manipuliert werden.

Geschlossene Anstalt
Ein Problem ist, das fast alle sozialen Netzwerke haben, die technisch weniger interessierten Nutzer zu erreichen. So bleiben vor allem in Deutschland nur einige aktive Netz-Nutzer unter sich. Nicht nur, dass das Prinzip verstanden werden muss, der Nutzer muss auch das vertrauen haben seine Bankdaten dort anzugeben. Evtl. muss er auf PayPal zurückgreifen, was wiederum eine technische Hürde darstellt. Das Kennwort von Flattr sollte man auch parat haben, denn ohne Anmeldung funktioniert Flattr nicht. Hilfe gibt es z.B. durch verbundene Konten wie Twittr. Dies ist aber auch durchaus ein erhöhtes Sicherheitsrisiko. Es bildet sich eine geschlossene Anstalt von Nutzern, die nicht selten sondern wohl eher in der Regel, selbst im Netz von Flattr profitieren wollen. War das der Sinn und Zweck?

http://flattr.com/browse/all/all/month/en_GB,de_DE/1

btw: Lieber Tim - Grats :) Ich hör deine Podcasts extremst gerne und ja, ich habe auch geflattrt. Leider kann ich das nicht mehr mit meinem Gewissen vereinbaren. Wenn du mir deine Kontonummer zusendest spendier ich euch gern eine Rolle OggVorbis oder einen beleuchteten mp3 Ständer.

Schneeball, Pyramide, Trapez - diese Systeme sind von Gestern unser System ist das "Q"
„Blog A“ schreibt Kochrezepte - „Blogger B“ hat eine Heimwerker Webseite. Dank einer Suchmaschine finden sich die beiden und freuen sich über den nutzbringenden Inhalt des jeweilig anderen. Nun erzählt der eine dem anderen von Flattr. Sie melden sich bei Flattr an, Laden ihr Konto über PayPal o. Giropay und legen los sich gegenseitig zu Flattrn. Wer profitiert davon?

Während das Flattr Logo einen geschlossenen Kreislauf suggeriert, fehlt eine Abzweigung. Bei jeder Transaktion werden 10% an Flattr gegeben.

Hier das Original mit einem geschlossenen Kreislauf.
Originial Flattr Logo

Wenn nun 10 Benutzer an einen Nutzer Flattrn, wird dieser eventuell 10 andere Webseiten Flattrn, die dann ebenso weitere Webseiten Flattrn. Da aber 10% bei Flattr verbleiben, ist entweder der Betrag nach 10 mal Flattrn verbraucht oder es muss neues Geld her.

karikiertes Flattr Logo
Das karikierte Log mit kleiner Abzweigung.

Das System ist ohne die Beteiligung der Unbeteiligten, die kein Blog betreiben, "Q"uatsch.
Wer selbst in einem System seinen Beitrag leistet und nicht nur Nutznießer ist, sollte nicht noch selbst dafür zahlen müssen. Aufgrund der Minisummen, wird man das Geld nur selten auszahlen lassen. Man wird es weiter auf die Reise schicken, weil es ja nur "Minisummen" sind. Letztlich wird aber für Flattr und die angebundenen Geldinstitute jeder gut gemeinte Klick zu barer Münze.

Nebenbei fallen noch Daten an, wer welche Inhalte "gut findet" und bereit wäre dafür Geld zu geben. Ein besseren Indikator wo Werbeeinblendungen sinnvoll wären gibt es wohl kaum.

2. Man in the Middle - Banken, Stiftungen, Finanz Transaktionen, Informationen

PayPal und die WauHolland Stiftung
Eine Möglichkeit sein Flattr Konto auf zu laden ist zum Beispiel PayPal.

Für jede Transaktion des Aufladens zweigt PayPal eine kleine Gebühr ab.

PayPal ist mit großer Wahrscheinlichkeit daran interessiert, dass noch viele Menschen Flattr nutzen.

Bei jeder PayPal Transaktion geht ein Protokoll darüber nach Amerika.

Doch PayPal fror vor nicht langer Zeit die Gelder der WauHolland Stiftung ein - die über PayPal gespendet wurden. Mit der Begründung, Julian Assange sei ein Krimineller und Wikileaks ein Projekt von Kriminellen. Die WauHolland Stiftung unterstützt Wikileaks und so kam was kommen musste.
Wie viele andere Mitglieder des Chaos Computer Clubs und Sympathisanten, kündigte auch ich als Form des Protestes meinen PayPal Account. Das war gar nicht so einfach, wie mein Bericht - "PayPal kündigen" bezeugen kann.
Immerhin lebten Millionen deutscher Bundesbürger bisher ohne PayPal Konto glücklich und zufrieden, dann würde es mir auch gelingen. Es kam jedoch der Tag, da wäre ein PayPal Konto mal wieder nützlich gewesen. Ich las mir erneut die AGBs von PayPal durch und stolperte über die ein oder andere Verbindung.

Bertelsmann ist die neue Schufa
PayPal möchte natürlich wie jede Bank auch eine Bonitätsprüfung bevor sie für eine Deckung bürgen. Doch in den AGBs las ich das die Bertelsmann Tochtergesellschaft Avarto und eBay bei der Prüfung helfen.

Bertelsmann, eBay und die Schufa wissen von eurem PayPal Account.

https://www.paypal.com/de/cgi-bin/webscr?cmd=xpt/Marketing/popup/Unconfi...

Nun steht dort aber bei Arvarto, dass nur die Kontonummer und Bankleitzahl und keine Angaben zur Person weiter gegeben werden. Das ist aber auch gar nicht notwendig.
Es gibt eine Kontonummer+Bankleitzahl kein zweites mal auf dieser Welt. ;)

  • Datenbanken sind dazu geschaffen große Mengen von Informationen abzugleichen, mit einander zu vergleichen und Beziehungen zwischen den Daten her zu stellen. Eindeutige Identifikationsmerkmale können sein -
    • - Lichtbild
    • - Fingerabdruck
    • - Kontodaten (Nummer und BLZ)
    • - Adressdatensatz (nur bedingt, mit PLZ und Geb. Datum)
    • - eMail Adresse (nur bedingt)
    • - Personalausweisnummer
    • - Krankenkassenkarten Nr. und Nr. der KK (eGK)
    • - EU Führerschein ID
    • - Handynummer
    • - ipv6 (demnächst ?)

PayPal übernimmt keine Haftung
Ein wichtiger Punkt in den AGBs noch:

Ein Guthaben auf Ihrem PayPal-Konto ist daher nicht durch das Luxemburger Einlagensicherungssystem derAssociation pour la Garantie des Dépôts Luxembourg (AGDL) geschützt.

https://cms.paypal.com/de/cgi-bin/?cmd=_render-content&content_ID=ua/Use...

3. Giropayment - sicher, einfach, bequem, günstig

... ist es im Internet nicht immer. Das Girokonto ist für den Endkunden eines der sichersten Zahlungsmittel und im Lastschriftverfahren auch im Internet sehr zu empfehlen.
Falschbuchungen o. Betrug bei der Lastschrift können vom Kunden bei der Bank angezeigt werden und das Geld bekommt man wieder. Die Beweislast liegt i.d.R. bei der Bank.

MoneyBookers
Wer bei Flattr sein Konto mittels Girokonto aufladen will, wird an einen Dienstleister Namens MoneyBookers weitergeleitet. Eine Onlinebank mit Sitz in England. Wer sein Girokonto bei der Deutschen Bank, Postbank oder Commerzbank hat wird vermutlich keine Probleme haben. Doch ein paar Banken, die ich persönlich für seriöser halte, haben eine Problem mit dieser Firma. Meine Bank wird von MoneyBookers z.B. nicht akzeptiert.

Um Onlinebanking sicher zu gestalten, wurde für den deutschen Verbraucher ein Pin und Tan verfahren auf den PC übertragen. Die Sicherheit wird dabei durch zwei lange Zahlencodes gewährleistet, die nur der Benutzer kennen kann weil er sie in Papierform von seiner Bank bekommt.
Nun aber stören sich, zu Recht, die Sparkassen und Volksbanken daran, dass MoneyBookers die AGBs der deutschen Banken unterläuft, in dem sie die Pin und Tan der deutschen Nutzer verlangen. Der Internetnutzer wird aufgefordert Pin und Tan seiner Hausbank an einen Fremden zu übergeben, der diese Kombination dann "Treuhänderisch" im Sinne des Kunden nutzen will. Genauso gut könnte der deutsche Bankkunde ein Kontovollmacht für Moneybookers ausstellen.
Wie sollen deutsche Banken hier für die Sicherheit garantieren?

Die AGBs von MoneyBookers hebeln zudem alle Vorteile der Sicherheit eines Girokontos aus. Bei einer Fehlbuchung wird ein deutsches Bankunternehmen darauf verweisen, dass man MoneyBookers autorisiert habe und deswegen selbst für den Schaden grade stehen muss.

MoneyBookers heist bald Skrill
Die Firma MoneyBookers wird sich bald umbenennen. Doch im Groben ändert sich nicht viel. Ein hipper schicker Name hilft besser im Gedächtnis zu bleiben. Twix hieß mal Raider und Exxon seit langem auch Esso.

Für jede Transaktion per Giropay auf ein Flattr Konto zweigt MoneyBookers eine kleine Gebühr ab von 1.50%

http://www.moneybookers.com/app/help.pl?s=fees

Interessante Ausschnitte aus den AGBs:

3.6. Konten für elektronisches Geld sind keine Bankkonten. Durch Akzeptieren dieser Nutzungsbedingungen bestätigen Sie, dass das Financial Services Compensation Scheme (FSCS) von Großbritannien nicht auf Ihr Moneybookers Konto anwendbar ist. Der unwahrscheinliche Fall einer Insolvenz von Moneybookers kann dazu führen, dass Sie das elektronische Geld auf Ihrem Konto verlieren.

11.3. Sie dürfen die Dienstleistungen von Moneybookers nicht nutzen, wenn Sie Ihren Wohnsitz in einem der folgenden Länder haben: Afghanistan, Kuba, Iran, Myanmar, Nigeria, Nordkorea, Somalia, Sudan, Syrien oder Jemen. Diese Liste ist nicht vollständig und wir können jederzeit und ohne vorherige Ankündigung in eigenem Ermessen entscheiden, unsere Dienstleistungen in anderen Ländern einzustellen oder einzuschränken.

11.5. Zahlungen für bestimmte Geschäftskategorien dürfen Sie nur nach Genehmigung durch Moneybookers akzeptieren, die im alleinigen Ermessen von Moneybookers erteilt wird. Diese Geschäftskategorien umfassen unter anderem:

  • Geldtausch- oder Geldübermittlungsgeschäfte, einschließlich Währungsumtauschstellen, Währungsbörsen und Einkauf von Reisegeld;
  • das Einnehmen jeglicher Formen von Spenden oder Zahlungen an gemeinnützige oder wohltätige Organisationen;
  • ...

4. Wer Profitiert?

Ich nicht. Selbst bei hunderten Klicks, selbst bei größeren Summen. Die Bank gewinnt bei diesem Spiel, wie immer.

Aus der Flattr FAQ:

„Wir nehmen 10% von deinen eingehenden Beträgen als eine Gebühr, um Flattr über Wasser zu halten, das ist doch in Ordnung?“

Kennt jemand eine Bank, die 10% Zinsen nimmt oder 10% des Überweisungsbetrags? Ich weiß, dass z.B. ein Architekt 10% des Bauvorhabens als Entlohnung nimmt (ein günstiges Angebot in Deutschland), aber so pauschal 10% ist doch eine Menge, oder?
Als Flattr neu und jung war, gab es sicher eine Kostenkalkulation und es musste überlegt werden wie hoch die Gebühr sein sollte um Server und Gehälter zu zahlen. Doch mit immer mehr Mitgliedern und Transaktionen hätte ich als Kunde erwartet, dass die Gebühr in einem „sozialen Micropayment System“ sinkt. Ganz nach dem Prinzip viele Schultern erleichtern das Tragen.

Mit Blindheit geschlagen oder einfache Gier?
Es war einfach zu verlockend. Ein paar Flattr Klicks und der Webserver wäre bezahlt, noch ein paar Klicks mehr und man hätte mal ein paar Gimmicks einbauen können.
Es wäre zu schön gewesen. Doch nach dem ich mir eine Meinung gebildet habe, komme ich nicht umhin zu sagen: „ich war doof, gierig und blind.“
Die Einzigen die davon profitieren sind Datensammler und „zweifelhafte Finanz Transaktions Dienstleister“. Ich als Netz-Aktiver, der sich über die Bankenkrise echauffiert und den Turbo-Kapitalismus anprangert, war dem Reiz verfallen.
Ich schrieb schon so viel über Datenschutz und warb plötzlich für einen Klicksammler!
Ich wollte plötzlich Geld statt Anerkennung und verlor dabei um ein Haar meine Integrität.

(PS: Ich danke der Person die meine Bratpfannen Geschichte geflattert hat)

Klar, ich nutze auch Banken, bestelle bei Amazon.de und muss für eine Domain bezahlen, doch erinnern wir uns mal zurück, was wollte ich mit Flattr tatsächlich erreichen? Wollte ich etwas kaufen, einen Handwerker bezahlen oder einem Gleichgesinnten etwas gutes tun?

Rechnet mal selbst aus, wieviel bei Banken, Finanz Transaktionen Dienstleister, Flattr und dem Spendenempfänger hängen bleibt. In meinem Fall gingen ca 20% der Spende auf dem Weg zum Empfänger verloren.

5. Welchen Nutzen hat dieses System ?

Es hat einen durchaus erkennbaren Nutzen. - Populäre und kommerzielle Websites, die viele kleine Aufmerksamkeiten bekommen sollen, von vielen verschiedenen Nutzern, könnten von Flattr richtig gut profitieren. Es wäre ein tolles System. Wenn - Flattr selbst ein Payment System anbieten würde. Der Personenkreis und die Firmen die von der "Spende" nicht nur leben wollen, sondern auch noch Gewinne erwirtschaften möchten, ist meiner Meinung zu groß. Zudem werden zu viele Daten an verschiedenen Stellen weitergereicht. Echter Datenschutz sieht meines Erachtens anders aus.

6. Ein unkomplizierte Alternative

Schreibe einfach eine eMail an jene die du unterstützen möchtest. Das ist auch viel persönlicher. Ein Lob ist oft mehr wert als anonyme 10 Cent. Wenn du schreibst was dir gut gefallen hat, kann daraus gelernt werden. Das Feedback ist sehr wichtig und macht Mut.
Du kannst auch finanzielle Unterstützung anbieten. Dabei sollte nach Möglichkeit der direkte, kürzeste und unkomplizierteste Weg gewählt werden, damit so wenig wie nötig auf dem Weg zum Empfänger verloren geht.

Doch in der Regel genügt ein Kommentar - »Danke - das hat mir geholfen.«

Menschen brauchen Anerkennung.

Mit respektvollen Grüßen,
yt

»Hey, du hast Kredikarten Zahlung vergessen!«
Wer Kredikarten für ein sicheres Zahlungsmittel im Internet hält, dem kann ich nicht helfen.

Kommentare

Hi,

wieder mal ein schöner Bericht der zum Nachdenken anregt.
Wer macht was mit welchen Daten, wer hat welchen Nutzen, etc.
Respekt für Deine Bemühungen das Thema zu beleuchten, zumal schon allein das Lesen der AGB sicher eine Überwindungs- und Gedultsaufgabe war, oder?

"Sicher" ist das www schon lange nicht mehr, eher eine Gratwanderung.

Da fällt mir grade ein: Mein Kollege hat wegen seines Zitates über 600€ gelatzt, etwa 50/50 an Anwalt und Abmahner..

Viel Text für wenig Inhalt. Ich will mal auf ein paar Punkte eingehen, die mir spontan auffielen:

Zu 1.
- Natürlich musst Du Flattr vertrauen, wenn Du daran teilnimmst. Das ist bei jedem Dienst so
- Deine Bankdaten fragt Flattr nirgendwo ab
- Was Du als "Scheintransparenz" bezeichnest ist bei Flattr genau der Teil, den Du weiter oben mit "Private Daten schützen" einforderst. Das grundsätzliche Dillemma kann auch von Flattr nicht aufgelöst werden
- Man kann sich nicht mit dem Twitter-Account bei Flattr einloggen (lediglich assoziieren)
- Spenden kannst Du mir auch auf andere Weise: http://tim.geekheim.de/spenden/
- Bei den Daten die theoretisch "anfallen" sagt Flattr, dass sie diese nicht speichern bzw. soweit Speicherung erforderlich ist, nicht auswerten. Dem kann man vertrauen oder nicht.
- Mulitple Taxation ist ggf. ein Problem, aber sicher auch nicht einfach zu lösen und letztlich Teil der Gesamtkalkulation, die man für sich anstellen muss beim Bewerten des Dienstes. Ich habe damit wenig bis keine Probleme.

Zu 2.
- PayPal nimmt Geld für seine Dienstleistung. Wer macht das nicht?

Zu 3.
- das Abfragen von PIN/TAN macht nicht MoneyBookers sondern sofortüberweisung.de WENN MAN DAS FREIWILLIG NUTZT.
- MoneyBookers nimmt Geld für seine Dienstleistung. Wer macht das nicht?
- Eine Überweisung via MoneyBookers zu Flattr ist keine Spende, daher ist der Eintrag in der AGB irrelevant.

Zu 4.
- Flattr ist keine Bank sondern ein Money Agent. Daher kann man ihre Gebühr nicht mit Zinsen vergleichen, denn Flattr darf mit Deinem Geld nicht arbeiten
- 10% ist aus meiner Sicht völlig in Ordnung und laut Flattr soll der Betrag sinken, wenn sie sich das leisten können
- Von den 10% wird auch ein Anteil für Partner-Websites finanziert, die Klicks für andere durchreichen (Revenue Sharing)

Zum Rest spare ich mir einen Kommentar. Viel Verschwörungstheorie, wenig Substantielles. Wenn Du es nicht nutzen möchtest, nutze es nicht. Flattr ist in meinen Augen immer noch das fairst, sinnvollste, am besten funktionierende Social Payment System im Netz.

Nicht das ein falscher Eindruck entsteht. Ich hatte Tim initiativ und spontan per Mail angeschrieben und um seine Meinung gebeten. Wir beide kennen uns nicht persönlich.
Ich habe seine Meinung hier nun bekommen und werde den Input nutzen.

Ich benutze auch lieber die altmodische Art des Spendens.

Organisationen, Vereine, Personen etc. die mir am Herzen liegen bekommen auch mal eine größere Spende (über die Hausbank meines Vertrauens) anstatt, dass ich Minimalbeträge gießkannengleich übers Web verteile.