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Dinge

Dinge haben keinen Wert.
Es gibt nichts wertvolles auf meinem Dachboden.
Das Einzige von wert ist der #Mensch vor mir, neben mir, bei mir, das Menschliche in mir.

Wir #Menschen sind es, die Dingen einen Wert geben.
Wir Menschen sind es, die bereit sind einen hohen Preis für Dinge zu bezahlen.
Wir Menschen sind es, die Dingen einen höheren #Wert geben, als anderen Menschen.
Findest du keinen Käufer, bleibst du ein armes Ding. Findest du keine Freunde bist du arm dran.
Ich kaufe niemandem mehr seinen Reichtum ab, wenn er aus Dingen besteht.
Ich möchte nicht an der Börse gewinnen, ich will Freude mit Freunden gewinnen.

Werte die bleiben, Werte die ich schätze, die kann man nicht kaufen.

Mir ist dieser Gedanke heute Morgen gekommen und ich war ein wenig geschockt.
Ich dachte daran wie wertvoll die Zeit ist, die wir mit unserer Familie verbringen, mit Freunden und geliebten Menschen.

Dann dachte ich über den Stundenlohn über Arbeitszeit und Geld nach. Ich fing an Dinge in Relationen zu setzen und wunderte mich, wieviel Zeit verplempert wird um nach “wertvollen Dingen” zu suchen. Auf dem Dachboden, in der Scheune. Dann werden TV Sendungen gezeigt, wie wertvoll Dinge sein können. Wer nimmt sich die Zeit nach Freunden zu suchen? Wer nutzt die wertvolle Zeit, nach inneren Werten zu streben?

Und ich dachte, nein, Dinge sind nichts für mich.

Es ist wird mehr und mehr zu meiner pers. Einstellung zu den Dingen, zu den Menschen. Ich möchte niemanden abwerten.

Doch mir kamen guten Freunde in mein Gedächtnis, die sich gern die TV Sendung angucken, bei der Trödelzeugs angekauft wird. (Name vergessen). Wieviel Zeit darauf verschwendet wird, Dinge nach ihrem Wert zu bemessen. Immer wieder wird erstaunt geguckt, was wieviel Wert hat. Aber wer erfreut sich ebenso an dem Wert der Freundschaften?

Wieviel ist mir eine gute Nachbarschaft wert?
Wieviel sind mir gute Freunde wert?
Wieviel ist mir die Zeit mit meiner Frau wert?

Wenn ich meine eigenen Werte neu sortiere, in eine Reihenfolge bringe, wenn ich sie mir gegenüber offen und ehrlich in eine “Wertetabelle” eintrage, dann bin ich froh, keine Reichtümer angehäuft zu haben, sondern Freundschaften.

Viel zu lange habe ich Dinge von einer Ecke in die nächste geräumt, habe Zeit verplempert um Dinge zu kaufen oder zu verkaufen.
Zuviel Zeit habe ich davon geträumt Dinge zu besitzen.

Doch am Ende des Tages, sieht die Rechnung ganz einfach aus. Meine Mitmenschen sind es die mir Zufriedenheit schenken und die mich in meiner persönlichen Entwicklung weiterbringen. Dinge können mir das Leben bequemer machen, helfen mir eine Dose zu öffnen oder ein Haus zu bauen.
Aber es sind Menschen mit denen ich Essen kochen möchte und es sind Menschen für die ich ein Haus baue.

Ich will mein #Gedanken nicht als missverstanden sehen. Ich kann mich an altem Trödel genauso wie an einer neuen Grafikkarte erfreuen. Doch ich glaube, nein ich bin mittlerweile fest davon überzeugt, diese Dinge sind Waren, aber keine Werte.

Ein wenig ärgere ich mich schon über mich, dass ich erst so spät zu diesen Einsichten gekommen bin.
Aber es ist ja nie zu spät, für ein bisschen mehr #Philosophie, statt Börsenkurse und Marktanalysen.