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eAuto | Scheisse ist das teuer ...

Wir haben uns jetzt mal ausgiebig informiert, weil wir bald ein neues Gefährt benötigen.
Das muss ich mal sagen, bei aller Liebe zur eMobilität. Ich bin (derzeit) zu arm. Beziehungsweise, das Geld (die Arbeit zu leisten) um eMobilität zu genießen ist es mir (derzeit) nicht wert.

Da wurde/wird seit einiger Zeit, bei Renault,  mit unter 100€ Leasing gelockt. Ok, geschenkt, ich bin ja nicht völlig naiv und an Werbung gewöhnt. Dass da ein Haken an der Sache ist, logisch.

Unser Nutzungsverhalten setzt wie bei allen anderen Kunden gewisse Grenzen.
Wenn wir ein eAuto kaufen mit über 200km Reichweite, dann wird es das einzige sein das wir besitzen.Wenn wir ein Auto kaufen/leasen mit Rückbank, dann möchte man sie auch nutzen und mal den Besuch vom Bahnhof abholen etc.
Dementsprechend wird die Laufleistung über 18000km im Jahr liegen.

An dieser Stelle kommen schon mal 120€ im Monat für die Batterie hinzu. Weil die Batterie einen eigenen Vertrag mit Laufleistung bekommt.

Standard bei Renault ist:
5000km für die Batterie.
7500km für den Zoe.

Dass das Auto ohne Batterie nicht fährt ist klar.

So steigen die Leasing Kosten für uns auf über 300€.

Mit viel gutem Willen ... schön beim Renault, dass es keine Anzahlung zu leisten gibt.
Dafür muss ich aber das Ladekabel kaufen - ein Schuko Stecker gibt es sonst nicht. Keine Ahnung woher der Strom sonst kommen soll.
600€ für ein Kabel. Das grenzt an Wucher. Das wäre sicherlich auch günstiger gegangen.

Nagut, damit wäre noch nicht alles abgedeckt. Denn um den Zoe bedarfsgerecht am Haus zu laden, würden wir einen 3 Phasigen 400V Anschluss benötigen. Der kostet mit Installation noch mal ca. 2000€

Das wäre ja ok, wenn diese Wallbox für alle Autotypen nutzbar wäre. Ich weiss nicht ob das der Fall ist, ich vermute mal nicht. Und damit wären dann Plus Fußmatten, elektrischer Fensterheber und einer Rückfahreinparkhilfe der Zoe für uns bei einmaligen Kosten von ca. 2500-3000€ + 300€ Leasing. Sollte die Wallbox nur für Renault funktionieren, wäre das rausgeschmissenes Geld, beziehungsweise eine gelungene Kundenbindung. Je nach dem.

Einparkhilfe?

Ich bin kein Freund dieser vielen Sensoren und technischen Spielereien. Aber der Zoe ist nicht so übersichtlich wie ein Smart und wenn man ihn im Leasing Vertrag fährt, möchte man ja alles tun, um Beschädigungen zu vermeiden. Deshalb und weil die Ausmaße einem Fahrer der einen Smart gewöhnt ist anfangs herausfordern dürfte, würde ich darauf nicht verzichten.

Nö. Bei aller liebe zur Umwelt, da kaufe ich doch nochmal einen gebrauchten Smart oder Aygo und wir sparen nochmal 2-4 Jahre auf ein eAuto.

Beim Prius, leaf, iMiEV, eGolf sind die Kosten ähnlich. eAutos mit über 250km Reichweite können wir uns derzeit noch nicht leisten. Der eSmart ist zu stark eingeschränkt, das würde für uns finanziell auch mehr belasten, weil wir einen 2. Smart für lange Strecken bräuchten.

Was mich enttäuscht hat ist die Werbung und Preisgestaltung bei Renault.
Kein anderer wirbt (derzeit) so aggressiv mit versteckten Kosten.

Ich könnte mir einen Job suchen, doch dann bräuchte ich ein Auto um zur Arbeit zu kommen. Da blieben dann nach abzug der Steuern und den Kosten für ein weiteres Auto ein paar Mücken und weniger Lebenszeit. Ne, dieses Leben und Arbeiten für ein Auto ist nicht mein Ding. Es gibt ja Menschen die leben gern in ihrem Auto, ich nicht.