WTF | Eine politische Utopie

Ich habe sehr viel Zeit zum Nachdenken, dafür möchte ich meiner Frau danken. Sie ermöglicht es, dass ich nachdenken, recherchieren und lesen kann, was andere denken. Wir diskutieren häufig über das, was ich in Erfahrung bringe und so komme ich dann auch immer wieder auf neue Ideen. Dann und wann schreibe ich meine Gedanken, relativ grob und unbearbeitet in dieses Blog, auch deswegen um sie (und Sie) teilhaben zu lassen und um später einmal zu sehen, wie sich meine Meinung, im Verlauf der Jahre, verändert hat.

In den vergangenen Tagen habe ich mir sehr intensiv Gedanken über eine mögliche Zukunft gemacht, jedoch nicht so sehr im Sinne von Science Fiction, sondern etwas realistischer. Politischer.

So stelle ich mir vor, ich würde eine Partei gründen, die Partei für: Wissenschaft, Technologie u. Frieden. Kurz WTF. Und dann male ich mir mein Parteiprogramm aus. Auch wenn Malbücher für Erwachsene schon wieder out sind, male ich mir die Partei mal so richtig traumhaft aus. Die Partei WTF würde folgendes in ihr Partei/Wahl-Programm aufnehmen:

  • Förderung der Bildung und Bildungseinrichtungen

  • Förderung der Kultur & Kulturschaffenden

  • Förderung des sicheren sozialen Umfeldes von Kindern und Jugendlichen

  • Förderung der Wissens-, Meinungs-, Kultur-, und Glaubens-Freiheit

  • Förderung des Gesundheitswesen und Pflege Berufen

  • Förderung der Bürgerbeteiligung in der Politik

  • Förderung der Wirtschaft in ökonomisch nachhaltigen Branchen

  • Förderung des Tier- und Artenschutzes

  • Förderung des Umweltschutzes und der Ressourcenschonung.

  • Stärkung der Rechte und finanzielle Entlastung von Familien mit nur einem Einkommen.

  • Bedingungslose Existenzsicherung für alle deutschen Bürger.

  • Bedingungslose Existenzsicherung für Menschen mit geregeltem Aufenthaltsstatus.

  • Evaluierung eines bedingungslosen Grundeinkommen für alle deutschen Bundesbürger.

  • Aufhebung o. korrektur von wissenschaftlich inkonsistenten Gesetzen.

  • Förderung der Resozialisierung von Straftätern, Modernisierung von Haftanstalten nach neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen.

  • Förderung und Schulung von Beamten, insbesondere Personalerweiterung an sozialen Brennpunkten wie Schulen und Polizei.

  • Aufbau einer zensurfreien, öffentlich rechtlichen, digitalen Infrastruktur, Suchmaschinen u. Soziale Netzwerke, ohne Abhängigkeiten zu Dritt-Staaten oder gemeinsame, bilaterale Nutzung der digitalen Ressourcen.

  • Förderung von Energieeinsparungen für private Haushalte und Wirtschaft.

  • Förderung kommunaler Projekte zum Erhalt und Sanierung von Infrastruktur mit Energiesparmaßnahmen.

  • Förderung des Binnenmarktes und Regionaler Produkte.

  • Förderung des Verzichtes auf fossile Brennstoffe

  • Förderung eines bürgerlichen europäischen Gedankens.

  • Förderung der weltweiten Völkerverständigung

  • Förderung des rechtes auf Privatsphäre

  • Umstrukturierung der Bundeswehr zu einer modernen Verteidigung u. Friedensarmee

  • Einführung eines sozialen Pflichtjahres mit der alternative Wehr/Friedens-dienst zu leisten.

  • Modernisierung der Bundeswehr und Erweiterung des Aufgabenbereichs auf Natur u. Ressourcenschutz

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  • Rückbau der Zensurinfrastruktur und TK die geeignet sind o. wären für Zensur o. Spionage

  • Beschleunigter Ausstieg aus vermeidbaren Risikotechnologien

  • Beschleunigter Ausstieg aus Ressourcenkriegen

  • Ausstieg aus ethisch unvertretbaren Investments

  • Planung und Durchführung eines Ausstiegs aus allen bewaffneten Konflikten

  • Vorbildliche Einhaltung der Klimaschutzziele

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  • Prüfung und Neuverhandlung/Weiterentwicklung der bestehenden Staats-Verträge für eine Zukunft in Frieden

  • Prüfung der Aufhebung Staats-monopolen, Förderung der bürgerlichen Energieerzeugung

  • Prüfung und Entwicklung eines Bargeldlosen Zahlungsverkehrs (eId)

  • Prüfung und Weiterentwicklung eines korrigierten Steuermodels, mit dem Ziel des steuerfreien und Abgabenfreien Binnenmarktes.

Sicherlich klingt das naiv. Illusorisch? Utopisch? Fantasterei!

Wie könnten diese tollen Ziele erreicht werden? Also zumindest ich selbst halte meine eigenen Ideen für toll ;D Das ist ja schon mal einer.

Wie soll eine Partei, wie soll Politik so etwas ermöglichen? Wie will man verhindern, dass Gier und Neid diese Pläne durchkreuzen? Denn bei dem Versuch sich aufs politische Parkett zu bewegen würde man unweigerlich jemandem auf die Füße treten.

Ich versuche mir vorzustellen, wie eine Partei vertraglich und konstitutionell beschaffen sein muss, damit sie nicht von verfassungsfeindlichen Kräften unterwandert werden kann. Denn eine Verfassung, wie zB die von … mhhh… Deutschland? oder die der Amerikaner, halte ich durchaus für sinnvoll. Ich muss zugeben, in Deutschland ist das gar nicht so einfach. Die Länder haben noch ihre eigenen Verfassungen, die dann … ich glaube dem Bund untergeordnet werden. In der hessischen Landesverfassung steht sogar noch heute die Todesstrafe. Zwar bricht Bundesrecht Landesrecht, aber, das Land Hessen hat einen eigenen Verfassungsschutz. Der Verfassungsschutz des Landes Hessen interessiert sich zwar nicht für politische Gesinnungen, wohl aber für Schutz der Verfassung. Kollidiert also eine politische Gesinnung mit der Verfassung, also – es ist kompliziert. Ich gebe zu, richtig verstehen kann auch ich das noch nicht. Muss ich auch nicht, ich möchte gar niemandem seine Verfassung streitig machen.

Natürlich frage ich mich aber auch, wie können demokratische Entscheidungsfindungen vor der Einflussnahme von zB rein monitär gesteuerten Gegenkräften abgesichert werden. Dazu wäre vielleicht notwendig, eine Art von Vertrag mit den Mitgliedern abzuschließen, die sich insbesondere für ein definiertes Gemeinwohl verpflichten. Eine Art Vision verfolgen. Denn nur ein gemeinsames, klar definiertes Ziel, könnte meiner Meinung überhaupt erst zu einem größeren, nationalen gemeinsamen Handeln führen.

Erst wenn das Ziel eindeutig umrissen wäre, würde jeder noch so kleine Teilerfolg auf dem Weg dorthin, ein herausragendes, emotional positives, Erlebnis werden. Wird das Ziel jedoch nur schwammig formuliert, kann auch niemand einen Beitrag leisten, der nicht irgendwie geschmälert oder gar kaputt geredet werden könnte. Das Ziel sollte ein von Angst befreites Leben ermöglichen.

Jedes Mitglied der Partei sollte das absolute Vertrauen haben, dass seine Handlungen gewürdigt werden. Jeder kleiner Beitrag dürfte somit als Lebensleistung in die Historie eingehen. Damit eine jede Leistung in der Gemeinschaft anerkannt wird. Dazu zählt auch die moralische Unterstützung, jede kleine Aufmerksamkeit, die hilft, das gemeinsame Ziel zu erreichen.

Diese Partei die ich mir in meinen Träumen versuche vorzustellen, sollte in einem „peer Review Prozesse“ Entscheidungen treffen, aufgrund des vorgegebenen Ziels, der Vereinbarkeit mit Verfassung und Recht sowie der Berücksichtigung sozialer Verträglichkeit. .

Diese Partei müsste Schutzmechanismen entwickeln, die eine Vorteilsnahme im Amt nicht nur unmöglich macht, sondern jede Form von Korruption unnötig erscheinen lässt.

In meinen Träumen versuche ich hin und wieder das Ziel zu umreißen und zu fokussieren.
Das Ziel würde ich ganz sicher selbst nicht mehr erleben, aber die Teilerfolge zu genießen wäre sicherlich erfreulich. Ich würde ein wirklich sehr ambitioniertes Ziel wählen, dass den Frieden und die Teamarbeit sichert. Das sozialen Frieden schafft durch eine klare Ansage die jedem Gerechtigkeit verspricht.

Das Ziel könnte so ähnlich aussehen:

Ich stelle mir vor, dass Maschinen den Großteil der Arbeit für Menschen erledigen. Das geschieht heute schon in weiten Teilen.
Ich stelle mir vor, dass jede dem Gemeinwohl dienende Tätigkeit die gleiche Wertschätzung erhält. Vor allem aber, das wirklich jede Tätigkeit angemessen gewürdigt wird. Nichts ist frustrierender als Schufterei ohne Anerkennung. Und kaum etwas ist wohltuender als ein verdientes Lob.

Ich stelle mir vor, es gäbe eine Art Lohn-Währung, 1:1 auf Stunden Lebenszeit gemünzt. Ein jeder Mensch ist somit gleich viel Wert. Ein jedes Leben hat seine Stunden. Gäbe es Ausnahmen für Menschen mit besonderheiten und Härtefälle? Ich habe mir dazu weiter unten Gedanken macht. Siehe [1].

Der beigemessene Wert der Lebenszeit würde mit dem Anstieg des durchschnittlichen Lebensalters der Gesellschaft steigen. Je älter die Menschen werden, desto weniger sollten/müssten sie (prozentual gesehen) arbeiten. Jeder Bürger würde mit seiner Existenz, gemeinsam an einem wirtschaftlich starken Land arbeiten.

Jeder Bürger könnte jederzeit seinen Beruf wechseln. Smartwork – würde es ermöglichen Morgen als Postbote angelernt zu werden, eine Woche später in einer Bäckerei oder einem Sportcenter als Trainingsaufsicht, Hilfe zu leisten. Vielleicht gäbe es ein Zeitkonto von „frei wählbaren Stunden“ und „Pflichtstunden“. Ein Algorithmus würde diese „Pflichtstunden“ möglichst den Neigungen anpassen und es dürfte natürlich gehandelt werden, 1:1, das Freunde und Verwandte einspringen dürfen, sofern das Profil passt. Durch vernetzte Arbeit ließe sich für Zeitkritische Arbeit Ersatz und Hilfe anfordern. Erledigte Arbeiten wären unabhängig von Alter und Qualifikation gleich viel Wert. Hilfe gäbe es durch Online Helfer, durch Menschen vor Ort, von jedem der sich berufen fühlt und Zeit investieren möchte.

Es wäre eine moderne, aufgeklärte Gesellschaft. Eine selbst bestimmende, durch Technologie vernetzte und unterstützte, Gruppe.

Ein weiterer unausgereifter Gedanke betrifft Produkte:

Zu der Arbeitszeit die ausschließlich 1:1 gehandelt werden dürfte, gäbe es einen Ressourcenschlüssel der ebenso nur 1:1 gehandelt werden dürfte. Alle materiellen Güter sowie immobilien würden Ressourcen darstellen. Tausch und Leihprojekte würden 1:1 gebucht werden können. Ressourcen könnten ebenso wie Arbeit über das vernetzte System angefordert werden. Ich bin noch unschlüssig ob das wirklich notwendig ist. Tatsächlich muss ich mir dazu noch viel mehr Gedanken machen, ob wir Waren und Besitztümer nicht auch einfach mit Lebenszeit vergüten können.

Nehmen wir als Beispiel, ein komplexes Problem wie der Besitz einer Stadtvilla in Hamburg.
Ein Argument gegen eine kooperative Gesellschaft könnte sein, dass nicht jeder in einer Stadvilla in HH, Berlin o. München wohnen kann. Wenn jetzt plötzlich jeder eine Stadtvilla haben wollen würde?

Ich möchte diesem (sehr emotionalen) Argument folgendes entgegen halten: Eine sich derart veränderte Gesellschaft, würde nicht mehr die Bedürfnisse und Wünsche der jetzigen Gesellschaft abbilden. Viele Menschen fühlen sich in großen, leeren Räumen unwohl. Nicht jeder mag die Gartenarbeit eines Grundstücks mit Rasenfläche erledigen. Viele Menschen wünschen sich zB Generationenhäuser und Wohngemeinschaften. Was sie von diesen Wünschen abhält ist oftmals Unsicherheit im Einkommen, vielleicht auch der Arbeitsplatz und damit verbunden der Standort. Manches mal auch das Vertrauen, doch häufig nur das finanzielle Problem ein solche Projekt zu bewältigen. E

Vieles das uns heute Erstrebenswert erscheint ist ausschließlich ein Abbild dessen, was durch Werbung, Märchen, Literatur oder Erziehung als „besonders“ propagiert wurde. Mit einer von existenziellen Sorgen befreiten Gesellschaft, könnte auch Neid und Missgunst nachhaltig reduziert werden. Die Stadtvilla verlöre ihren Reiz.

Und weiter, zum konkreten Beispiel einer Stadtvilla: Um eine Anwesen mit Garten, Park, Pool und mehreren Stockwerken zu bewirtschaften, bedarf es sicherlich viele Angestellte. Ein Chirurg zum Beispiel, mit hohem Einkommen, kann sich heute Personal, mit niedriegem Lohn, leisten. Bei einem 1:1 Lebenszeit Modell, hätte ein „Großgrundbesitzer“ wenig Freizeit oder würde Produkte erwirtschaften. Die Arbeit seiner Angestellten hätte je Stunde den gleichen Wert. Dementsprechend wäre ein Chirurg unter Umständen weniger Vermögend als ein Bauer. Verkehrte Welt? Oder ist die Welt heute verkehrt? Hat ein Landwirt wirklich weniger Verantwortung?

Was wenn ich und tausende Menschen, von der produzierten Nahrung krank werden? Was passiert, wenn der Landwirt den Boden vergiftet, die Umwelt nachhaltig schädigt? Trägt er nicht auch Verantwortung? Kühe müssen gemolken werden. Das kann nicht ewig warten. Ein Chirurg muss auch operieren, das kann auch nicht warten. Es kommt immer auf die Perspektive an. Zum Beruf des Landwirtes gehört jedoch noch viel mehr als nur Melken, Düngen, Scheiße schaufeln. Viele Menschen ahnen es gar nicht, wie hoch die Umsätze eines Landwirtschaftlichen Betriebs im Jahr sein können. Ein Chirurg muss studieren? Das kann ein Landwirt heute auch und es ist sogar von Vorteil, wenn der Landwirt nachhaltig, ökologisch und ökonomisch tätig sein möchte. Es gab sogar schön Ärzte die praktizierten ohne Studium, ohne Bildungsnachweis. Dieser "Scharlatan" tat lange Zeit ein gutes Werk. Zwar war dies ganz sicher eine Ausnahme, aber wie häufig trauen wir unserem eigenen Urteil schon mehr, als jemandem der es besser wissen müsste? Eine veränderte Gesellschaft unterliegt nicht mehr den gleichen Prämissen wie heute.

Trotzdem möchte ich eine weitere Lanze brechen, für die so genannten stumpfen, niederen Tätigkeiten:
Menschen, die ihre eigene Arbeit für wichtiger, komplizierter oder wertvoller halten, als die Arbeit anderer Menschen sind häufig nicht nur Eitel, sie sind oftmals auch im Unrecht. Das erfahre ich sehr häufig im Gespräch mit meinen Mitmenschen.
Wer seine Notdurft mal an einer völlig versifften und verdreckten Autobahnraststätte machen musste, weiß eventuell wovon ich rede und legt auch gern mal etwas mehr in die Untertassse.
Und wer sich aufgrund einer dieser „stillen Örtchen“ schon mal eine Geschlechtskrankheit eingefangen hat – sollte es besser wissen.

Was uns derzeit von einer Transformierung der Gesellschaft abhält ist vermutlich die Furcht vor dem Scheitern und Verlust unserer Selbständigkeit. Doch wieviel Prozent der Bürger sind tatsächlich selbständig? Wessen Lebensstandard in diesem, oder in einem anderen Land ist nicht von Geld-Schulden oder von seinem Einkommen, seiner derzeitigen Arbeitsleistung, abhängig?

Was oder wer hindert uns daran, das Seil zu ergreifen und in eine Richtung zu ziehen, statt gegeneinander, jeder für sich?

Was sind die gemeinsamen Ziele, die ich mir wünschen würde?

Gesundheit für jeden.
Nur wenn alle Menschen (nach bester Möglichkeit) Gesund sind, kann das volle Potential, die gesamte Arbeitskraft, ohne Schmerzen, ohne Leid genutzt werden. Nur dann können ansteckende Krankheiten eliminiert o. Soweit abgemildert werden, dass sie gesellschaftlich keine Gefahr mehr darstellen. Berufsstände wie Ärzte, Krankenschwestern, Pflegepersonal würden entlastet. Pharmazeutische Produkte nur noch auf Bedarf produziert, statt im Überfluss für die Mülltonne.

Nahrung für jeden.
Gesunde Nahrung für jeden bedeutet, Gesundheit und Leistungsfähigkeit. Weniger kranke Menschen, weniger Krankheiten. Ohne die Furcht davor, zu wenig zu bekommen, würden viele Menschen weniger kaufen, weniger Essen, gesünder Leben ohne Stress und Furcht. Der Großteil der Nahrungsmittel ist nicht nur überflüssig, je nach Menge sogar schädlich, sie werden auch im Überfluss produziert und gekauft. Gemeinsame Mahlzeiten fördern soziale Bindungen. Nahrung kann mit geringem Aufwand, gesund für jeden bereit gestellt werden.

Wohnen für jeden.
Zuhause ist man dort, wo man sich verstanden fühlt. Häuser zu errichten ist eine wunderschöne Aufgabe. Eine erfüllende Aufgabe. Der technologische Stand heute ist, dass Wohnraum mehr Energie erzeugen kann, als Energie für Heizleistung investiert werden muss. Wohnräume sind nicht nur Rückzugsmöglichkeit, sie sind Ausdruck der Persönlichkeit.

Jeder Mensch hat ganz individuelle Vorlieben. Das Märchen, dass alle am selben Ort wohnen möchten ist und bleibt ein Märchen. Es gibt sicherlich bevorzugte Standorte, doch mit den veränderten Umständen werden sich nicht nur Bedürfnisse, sondern auch die Kompromissbereitchaft positiv ändern. Moderner Wohnraum, nach neusten ökologischen Erkenntnissen ist ein Gewinn für die gesamte Gesellschaft. Diesen Luxus jedem zu ermöglichen sollte ein sehr zentrales Ziel der Gesellschaft sein. Helfen, dass alle Menschen ein schönes Zuhause bekommen.

Arbeit für jeden.

Arbeit ist keine Last. Arbeit ist kein Leiden. Arbeit ist mehr als nur Leistung.
Arbeit kann ohne Druck, ohne Gefahr, ohne Schmerz, ohne Stress funktionieren.
Arbeit kann ein tolles Erlebnis sein, verbunden mit Erfolg und Anerkennung. Das ist das zweite zentrale Ziel einer modernen Gesellschaft.
Soziale, effektive und erfolgreiche Arbeit fordert und fördert alle verschiedene Persönlichkeiten einer Gesellschaft. Es benötigt Alphas, Betas und Omegas. Für jede Persönlichkeit gibt es passende Berufe. Wenn Arbeitszeit immer und überall den gleichen Wert haben würde, müsste sich niemand zurückgestellt oder übervorteilt fühlen.

Arbeit sollte vor allem auch dort erledigt werden wo sie anfällt. In dem angesprochenen sozialen Pflichtjahr, sollte ein jeder Bürger mit seinen Rechten, auch einmal in seinem Leben Pflichten übernehmen und damit lernen sich sozial zu Verhalten. Dies würde beinhalten die Aufgaben zu erledigen, die allein durch seine Anwesenheit in der Gesellschaft anfallen, wie zB.: im Gesundheitswesen, in der Werkstoffherstellung und Recycling, im Umweltschutz, im Pflegebereich oder auch im Gebäudemanagement.

Bildung für jeden.

Lernen heißt Leben. Interdisziplinär das Lernen lernen. Freude an der Erfahrung neuer Erkenntnisse statt Schulfrust. Vor allem aber Praxis statt Theorie. Kinder und Jugendliche können schon früh einen Beitrag zur Gesellschaft leisten. Ob in der Forschung, Kultur, Umwelt und Artenschutz oder im Haushalt. Wenn es keinen Wettbewerb mehr gibt, bleibt mehr Zeit für Lebenszeit, Freizeit, Spiel, Spass, Spass und Erfahrungen jeglicher Art.

Ohne Angst der Eltern, können Kinder sich Stress freier Entwickeln, was folgenreich für die Gesellschaft sein wird.

Frieden für jeden.

Zufriedene Bürger begehen weniger Straftaten. Weniger Stress führt zu weniger Krankheiten. Weniger Zeitdruck, zu weniger Fehl-verhalten oder Fehler auf der Arbeit.
Weniger Angst stärkt die Gesellschaft, führt zu Effizienz und Wohlstand.

 

Zu [1] Ausnahme und Sonderregelungen in der Vergütung mit Lebenszeit?

Häufig wird bemängelt, dass temporär oder permanent, körperlich oder geistig eingeschränkte Menschen nicht die Gleichstellung widerfahren, die es ermöglichen würde in Würde zu leben.

Aus diesem Grund, kann ich mir kaum eine Ausnahme vorstellen, bei einem Modell "Lebenszeit statt Geld".

Lebenszeit sollte 1:1 für jeden Menschen gelten. Arbeite ich eine Stunde am Fließband, auf dem Feld, im Haushalt oder als Chirurg – 1 Stunde Leben, ist eine Stunde Leben. Immer und überall. Jede Stunde Leben ist gleichviel Wert.

Es gibt Menschen, denen bleibt nicht viel Lebenszeit. Aufgrund von Erkrankungen oder Unfällen bleibt ihnen evtl. nur noch wenig Lebenszeit. Ist es dann fair, 1:1 zu rechnen? Es ist mir aus offensichtlichen Gründen, meiner geistigen Beschränktheit, nicht möglich alle Eventualitäten zu durchdenken. Doch ad Hoc tendiere ich Ja zu sagen.

Egal wie lang ein Mensch auf Erden verweilt, seine Lebenszeit ist nicht mehr oder weniger Wert, als die eines anderen. Aufgrund der geringen Lebensspanne wird er keine „Vorsorge“ für das Alter treffen müssen.

Und umgekehrt, Menschen die sehr früh keinerleit Tätigkeit mehr ausüben können, benötigen idR weniger. Denn Arbeit würde, in einer modernen Gesellschaft meiner Vorstellung, eher eine Mangelware, denn ein Überschuss.

Hier nun eine paar Beispiele, Berufe evtl entfallen würden oder drastisch reduziert würden:

Steuerberater, Anwälte, Werbegrafiker, Werbetexter, Anzeigenverkauf, Hotline Kundenbetreuung, Versicherungsvertreter, Vertreter, Druckereien, Transport & Logistik, Postboten, Webdesigner ... uvm

Diese „Berufe“ würden jedoch nicht einfach obsolet. Es gäbe nur einen reduzierten Bedarf. Das würde bedeuten, weniger Stunden, bei gleichem oder größeren Wohlstand.

Ich denke, einige Berufe würden mehr Personal benötigen:

- (Schutz-)Polizei / Scouts als tatsächlicher Freund und Helfer, mit weniger Arbeitsstunden, weniger Stress und mehr Verständnis, mehr Ruhe, mehr Zeit für jeden einzelnen noch so banalen Fall. Vor allem, als Mediatoren geschult zur Vermeidung und Streitschlichtung.

- Lehrer / Mentoren / Pädagogen, mit weniger Arbeits-Stunden und mehr Zeit für individuelle Schulungen.

- Pflegepersonal mit nur geringer Stundenanzahl, Teamgeist, Freude und in Freundschaft mit den Patienten.

- Krankenhaus Personal das umgeschult wird in eine Gesundungshauspersonal, mit weniger Stundenzahl, mehr Freizeit, Fortbildungen, Neigungs-gerechter Arbeit.

- Öffentliche Ämter, mit mehr Personal, die dem Bürger helfen wollen, statt Regeln durchzudrücken.

- Politiker, die jedem eine bestmögliche Zukunft ermöglichen – anstatt immer nur an ihren eigenen Vorteil zu denken oder sich hinter antiquierten und überholten Vorstellungen zu verstecken.

WTF, so meine Vorstellung, wäre ein Partei, die alles hinterfragt. Eine Partei die der gesamten Menschheit ein Vorbild sein möchte, dabei aber das Individuum mit all seinen Sorgen und Ängsten respektiert. Es wäre ein Partei die zwar Kompromisse auf dem Weg zum Ziel eingehen würde, aber keinen Kuhhandel mehr zuließe. Es wäre eine Partei die Logik, mit dem festen Glauben an Wohlstand für die gesamte Menschheit und dem Ziel des Weltfriedens.

Das wäre vermutlich meine Partei. Mit ein wenig Augenzwinkern und viel Hoffnung auf das Beste für die Menschheit.

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