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yeah! Noch ein weiterer Datenträger mehr zum Sammeln! :D

Panasonic verkauft seit Kurzem den wohl ersten Ultra-HD-Blu-ray-Recorder für Konsumenten. Dazu mal ein Gedanke über Datenträger.

Schallplatten waren scheiß schwer. Ich bin in meinem Leben etwas mehr als 10 Mal umgezogen. Jedes Mal, in Kartons verpackt, Datenträger als Blei schwere Gewichte mit dabei. Disketten waren auch der Teufel. Die kleinen Biester waren in Massen auch nicht leichter als Backsteine. Eine Bananenkiste voll wog wie Sack Zement. Meine CD Sammlung begann glaube ich im Jahr 1987 mit Giants of Rap (ich war jung! oO). Dann schmiss ZYX seine billig CDs auf den Markt und die Sammlung wuchs bis sie das Gewicht der Schallplatten toppte.

Nebenbei sammelten sich Audiokassetten an. Darunter auch Exoten wie TDK MAX G, aber die waren nicht mal ausschlaggebend. Es war die rohe Masse und natürlich eine Sammlung von Die Drei ???. Die CDs hängten die Schallplatten und ein paar gammelige VHS Kassetten endgültig ab, als 1997 mein damaliger Chef einen CD Brenner anschleppte. Ich glaube es wurden dort auch Sicherungskopien von Spielen angefertigt. Zum Glück kosteten die Rohlinge damals gute 20DM. Doch das währte nicht lang. Bald schon wurden auch Festplattenbackups gebrannt, auch bei mir daheim. Dann kamen die brennbaren DVDs. Mit steigendem Gehalt die gekauften DVDs, die DVD Sammlungen von kompletten Serien... und last but not least - die Festplatten. Gekaufte Spiele, gekaufte Soundsammlungen und andere Datenträger und Heft CDs rundeten das Portfolio zur Gänze ab.

Irgendwann, nach dem Jahre 2004 beendete ich diesen Irrweg. Ich kreuzte ihn noch kurz mit der Digitalfotografie. Rasant wuchs der Berg externer Festplatten. Doch ich bemerkte diesen Verirrung einige Jahre später und beendete diesen Pfad. Vor allem deswegen, weil ich bemerkte, dass jeder Datenträger ein Backup benötigt. Irrsinn!!!

Nichts davon hatte größeren Wert. Schallplatten, heute vielleicht noch am ehesten. Disketten wohl niemals, CDs nur das schwarze Album?, Kassetten? ... wohl kaum, gebrannte CDs wurden wie alles andere dem Recycling zugeführt. Festplatten fachgerecht entsorgt. Meine eigenen Daten? Nicht wirklich. Und warum sollte ich sie für die Nachwelt speichern, das machen ohnehin Google und Geheimdienste für mich. Von den Schallplatten kann ich mich noch nicht trennen, obwohl mir ein Abspielgerät fehlt. Das kauf ich mir wenn ich mal alt bin, denke ich immer.

Oh verdammt, ich bin ja schon alt. Ich nutz ja nicht mal die Cloud. Ich hab die Datensammelwut anscheinend auskuriert. Wozu auch, es lohnt nicht. Jeden Tag entstehen Petabytes neuer Daten, nur zu meinem Vergnügen. Abrufbar bei Netflix, Amazon, Youtube und co... Den alten Ranz guck ich so wie so viel zu selten an und wenn, dann hat ihn jemand anderes.

Mein letzter Umzug wird dann ganz sicher nur noch einen einzigen Datenträger benötigen.
Unverschlüsselt, mit dem gleichen Gewicht wie meine gesammte damalige Sammlung an Datenträgern.

† Da steht dann mein Name drauf. Ohne Backup. †