wow legion | fiktive Wirtschaft und Berufe

[update] Mit der Möglichkeit des Fliegens, fallen die Preise. Das war zu erwarten. Über Ostern gab es einen massiven Preissturz und ein Überangebot an Waren. Mal schauen wie sich das weiterhin entwickelt.

 

Die Preise für verschiedene Buff Foods sind nicht leicht zu kalkulieren. Wer dazu eine Tabelle als Beispiel haben möchte, hier eine kleine Starthilfe:  http://yours-truly.de/files/wow/WOW_AuktionshausAtaeru17_b.ods

(Da hat sich aktuell noch ein Fehler beim Kochen eingeschlichen, der wird heute Mittag behoben korrigiert.)

Tabelle, Berechnung der Herstellungskosten für wow Berufe, Alchemie, Kochen

Wenn ich schon mal beim Thema bin, hier einfach mal meine Meinung zu dem Thema Auktionshaus und Wow Wirtschaft. Inklusive nützlicher Hinweise für Sammler und Crafter.

Ich finde, die WOW - Ökonomie ist ein sehr wichtiger Teil des Spieles. Wenn die Sammel Berufe keinen Wert mehr hätten, wäre ein erheblicher Teil der schönen Welt nutzlos. Würden Rohstoffe nur noch von Farmbots verkauft werden können, weil die Preise im Keller sind, würde auch alles was aus den Mats hergestellt wird, billig, Massenware, nichts mehr worauf man sich freuen könnte. Wenn das fettige Bärensteak nur noch von Farmbots verkauft werden, wer hättte dann noch Lust zu Looten, geschweige denn im AH zu Handeln?
Das Erlebnis WOW wird aber nicht nur durch Farmbots gestört. Auch durch manipulative Händler und gedankenlosem Unterbieten (Dumping Preise sind Preise unter Wert).

Nutznießer einer dumping Preis Wirtschaft wären wohl vor allem Casual Gamer. Casuals haben auch ihr Recht zu spielen wie sie wollen. Sie sind aber meist nur für einen kurzes BuyIn und ByeBye in Azeroth, um nach 3 Monaten in einer Raidgilde sagen können: „Ich hab den Content durch“. Für alle anderen würden Berufe und Sammeln langweilig und belanglos, wenn die Wirtschaft von Dumping dominiert wird. Berufe und Handel sind ein großer Teil des Spielspasses für viele Spieler, nicht für alle, aber doch einige.

Sammler und Crafter sind, in meinen Augen, die Spieler die Azeroth schöner gestalten, die virtuelle Welt beleben. Dabei ein ganz großes Lob an Blizz, für die neue Regelung, dass zB Pflanzen mehrfach, von versch. Spielern,  gepflückt werden können! Das war eine super Idee. Eine geradezu antikapitalistische, die den Ressourcenkrieg („AR***, das war meine Blume“) beendete.
Jeder Verkauf selbst gepflückter Blumen bringt einen Gewinn. Wie hoch jemand den Preis ansetzt ist eine anderes Thema. Als Stichwort kann ich hier mal "Wildblut" und "Beutel voller Münzen" nennen. Aber 5% Abzug vom Gewinn, da bleiben noch 95% Gewinn.

Tip für Sammler:
Wer Rohstoffe ankauft, ist auf euch Sammler angewiesen. Ihr seid die "hart arbeitende Bevölkerung", verkauft eure Waren nicht unter Wert.
Denn VORSICHT: Es gibt Spieler, die setzen kleinere Mengen Rohstoffe zu Dumping Preisen ins Auktionshaus. Euer Addon Auctioneer unterbietet diesen Dumping Preis und ihr bringt euch selbst um euren Lohn.
Schaltet euren Kopf nicht aus! Betrachtet nicht so sehr den niedrigsten Preise, beachtet die gesamte Menge der Rohstoffe im Auktionshaus. Für eine Flask werden 7 Sternlichtrosen gebraucht. 25 Flasks für einen Kessel. Also mindestens, mit Proc Glück Bonus und allem, 28 Sternlichtrosen. Beachtet also zusätzlich zum niedrigsten Preis, auch die Summe der Sternlichtrosen die von anderen billig verkauft werden.
Verkauft euren Sternlichtrosen nicht unter Wert. Es werden jeden Tag hunderte Sternlichtrosen verkauft, eure müssen nicht die billigsten sein ;) Habt Geduld, das steigert den Profit.
Beispiel: Das Addon „Auctionator“ bietet eine bessere Übersichtlichkeit als das Standardinterface, ist aber nicht so überladen wie Auctioneer, mit dem ohnehin nur die wenigsten richtig umgehen können.

Bei hochpreisigen Erzeugnissen sind 5% keine unerhebliche Summe. Bei einer Flask von 1000 Gold sind das stolze 50 Gold Gebühr. Wer die Pflanzen selbst gesammelt hat, kann dann seinen Stundenlohn ausrechnen.

Bei „Zwischenhändlern“ oder jenen die nur Verarbeiten, keinen Sammelberuf haben und oder wollen, sieht die Rechnung schon knapper aus.  zB ein Flask die ohne 3er Bonus in der Herstellung 1000 Gold kostet, kostet mit Bonus nur noch ca. 666 Gold. (Ich weiss noch immer nicht sicher, wieviel der Bonus gewährt! Ich selbst rechne mit x1,5, in der Tabelle ist zur Sicherheit 1,49 eingetragen.)
5% von tausend sind 50 Gold, bei 666 Gold sind es immerhin noch 33 Gold.
Wer seine Flask, mit gekauften Rohstoffen im Wert von 666 Gold, für 700 Gold oder darunter einstellt, ist zwar selbst für seinen Verlust verantwortlich, aber dem kann man ja zum Glück nun helfen. zB mit dieser meiner Tabelle.

Wenn ich nun aber Flasks sehe, die günstiger sind als die Summe der Materialien, dann hat jemand vermutlich selbst Material gesammelt. Das hilft dem Spiel, die Welt ist belebt wenn es Spieler gibt die Mats ranschaffen. Das sie evtl. mehr Gold verdienen könnten, wenn sie die Rohstoffe einzeln verkaufen, ist ein anderes Thema :) Aber die 5% Gebühr, die stören niemanden, wenn er selbst pflückt und herstellt. Zwischenhändler, reine Crafter können mit diesen Preisen idR nicht konkurrieren.

Tip für Sammler und Alchemisten:
Wählt den Preisnachlass nicht zu hoch und nicht zu niedrig. Staffelt eure Verkäufe, wenn ihr sehr große Mengen verkauft. Nicht jeder kann es sich leisten 20 Flasks zu kaufen. Auch bei Rohstoffen sind gestaffelte Mengen sinnvoll. Manche Tränke benötigen 2 Pflanzen, manche 4, manche 10.
Zum Beispiel: Macht 2 Tränke nur leicht teurer als Tränke Stapel a 4. Macht die Stapel a 20 Tränke etwas günstiger als Tränke Stapel a 10. So werden Großeinkäufe für zB Gilden von euch belohnt und ihr bietet einen Anreiz mehr zu kaufen. Viele Spieler kaufen gern die passende Menge und geben gern etwas mehr Gold!

Hunderte einzelne Rohstoffe einzustellen hilft idR nur Zwischenhändlern die automatisiert einkaufen. Die juckt das nicht. Die genervten sind die einfachen Spieler, die sich totklicken oder mühsam durch Seitenweise einzelne Rohstoffe blättern müssen. Auch der Ladevorgang im Auktionshaus wird durch massenhaftes Einstellen einzelner Rohstoffe verlangsamt. Es dauert zudem auch länger am Briefkasten. Zeitverschwendung.

Wenn jemand Fläschchen jedoch für weniger als "5% Gewinn" einstellt, dann frage ich mich ernsthaft, wozu? Also ich verkaufe möglichst so, dass ich nicht einfach nur unterbiete. Ich möchte ein paar Gold verdienen für ein Kunlai Transmog Mammut, für Spielzeitmarken, für Epics aus dem AH oder Pets. Was auch immer.  

Das Ende vom Lied (des Unterbietens) wäre, dass die Gewinne aus den Missionen der Ordenshalle (die paar tausend Gold) und Instanzen, jegliche Kosten decken würden. Das ist in World of Draenor passiert.
Im Prinzip musste niemand mehr in die Welt hinaus und farmen. Man konnte (fast) alles durch Garnisions Gold, Garnisionsgebäude und Garnisionsressourcen kaufen, tauschen, handeln.

Die Welt auf Draenor war (meine Sicht) leer, öde, die Berufe für‘n Popo. Welcher BWLer auch immer bei Draenor am Werk war, der hat scheinbar nie WOW mit allen Facetten der Berufe gespielt. So wirkte Draenor auf mich. Ich hab zwar viel Gewinn (Gold) aus den Garnisionen gezogen, aber richtig Spass gemacht hat es nicht. Legion ist IMHO viel schöner im Gameplay.

Ich kann meinen Konkurrenten nur immer wieder ans Herz legen, nur zu unterbieten ist keine vernünftige Lösung. Ihr senkt damit euren eigenen Stundenlohn. Staffelt eure Verkäufe, nutzt nicht nur die Automatik vom Auctioneer, benutzt euren Kopf. Lasst Konkurrenten auch ein Chance zu verkaufen.

Ich will niemanden der Handel als Spiel betreibt abwerten. Im Gegenteil, ich helfe ja auch gern (zB mit der Tabelle). Ich betreibe auch selbst Handel, als einen Teil von WOW. Aber, ich denke und das ist nur meine persönlich Meinung, man sollte das nicht übertreiben. Denn ab einer Gewissen Summe Gold, ist es tatsächlich auch möglich die „Realmpool Ökonomie nachhaltig zu verändern“. Leider auch zum „Schlechten“. Das Gegenstück zu Farmbots sind Monopolisten. Die können auch nervig sein. Und ich muss sagen, mittlerweile hat Blizz sowohl bei Farmbots, als auch bei Monopolisten, gute Mechaniken der Eindämmung entwickelt. Man wird das nie gänzlich verhindern können, aber im Vergleich zu Cata, Lichking oder BC, ist das mittlerweile wirklich sehr sehr gut unter Kontrolle. Das muss man mal anerkennen.

Blizzard hat die Berufe, die Sammelberufe und damit das Gameplay rund um die Berufe extremst aufgewertet. Das finde ich echt Klasse.

Und wo ich grad dabei bin - ich finde Kapitalismus und Krieg vollendet und in jeder Hinsicht große [fieses stinkendes Schimpfwort !@#$%] :D Aber als Spiel macht es doch ein wenig spass ;)

 

 

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