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Nutzlose.info | Journalismus heute

Man kann als Journalist noch einen Artikel schreiben darüber, dass Elektroautos über ein geringere Reichweite verfügen als Verbrenner. Als Journalist kann man erwähnen, dass Elektroautos teurer sind, als Verbenner mit ähnlichem "Komfort". Es finden sich auch immer wieder Redakteure die Artikel abdrucken, dass Verbrennungsmotoren überall betankt werden können.

Und vermutlich finden sich noch immer Leser für solche nutzlosen Artikel.

Meiner Meinung wäre es viel wichtiger mal zu betonen, dass fossile Brennstoffe, in der Zukunft, wertvoller als Gold sein werden. Fossile Brennstoffe kann man exakt einmal verbrennen. Danach dauert es Millionen Jahre bis daraus erneut "fossile Brennstoffe" werden können. Die Menschheit jedoch benötigt im Vergleich jedoch nur noch wenige Jahre, bis es keine "fossilen Brennstoffe" mehr geben wird. Oder eben nur noch sehr selten.

Wir könnten aus Erdöl Hüftprothesen machen, Kunststoffgebisse, Karosserien, Werkzeuge und vielleicht sogar Raumschiffe? Etwas das langlebig ist und das CO2 auch weiter langfristig bindet. Etwas das "recycelt" werden kann.

Als Journalist könnte man auch mal schreiben, wie giftig Benzole sind. Das sie Krebs erzeugen. Dass Benzole das  Erbgut schädigen und dass die vielen Brennstoff Tankstellen eine Gefahrenquelle für Mensch und Umwelt sind. Man sollte das mal wieder wach rütteln, in das Bewusstsein schreiben, wie kostbar Gesundheit ist und wie schädlich die Dämpfe des Treibstoffes sind.

Ein guter Artikel würde auch erwähnen, dass noch immer viele Zweitakter und Oldtimer gefahren werden, die nicht sauber verbrennen. Die nicht nur erhöhte sondern wirklich schlimme Qualmwolken, übelster Zusammensetzung, in die Umwelt pusten. Ein guter Journalist würde mal Mediziner und Forschung befragen, ob Leukämie häufiger in der Nähe von Tankstellen, Öl oder Gasbohrungen auftritt.

Ein echter Journalist würde mal die bekannten Fakten erneut hinterfragen, auf die Gefahren hinweisen und vermutlich zu dem Schluss kommen, Elektroautos sind zwar teuer, aber Ottomotoren sind viel zu billig.

Nehmen wir mal als Vergleich Zigaretten.

Die Zigarette ist mit hohen Steuern belegt, für wenig Qualm. Und das obwohl sie die Umwelt und auch Mitmenschen nur "geringfügig" belastet.
Auf Benzin, ebenso gesundheitsschädlich, sind zwar auch Steuern und Abgaben, aber ungleich geringer.
Auf Diesel entfallen trotz höherer Gesundheitsgefahren noch geringere Steuern und Abgaben und jene die am meisten Dreck rauspusten,
Oldtimer, alte Tracktoren und Nutzfahrzeuge werden sogar noch begünstigt.

Ich wünschte es gäbe mal Journalisten die schreiben, dass Verbrennungsmotoren schädlicher als Zigaretten sind, dass Ottomotoren unsere Zukunft verheizen, das Autoabgase vor allem Kinder und ältere Menschen in Ballungsgebieten schädigen und dass Verbrennungsmotoren vor allem viel zu billig sind.

Günstige Mobilität ist für viele Menschen überlebensnotwendig. Strom kann in Deutschland produziert werden. Fossile Brennstoffe müssen wir importieren.
Wer sein Vaterland liebt kann diese Rechnung nicht ignorieren. Es werden Kriege um Erdöl geführt, wer Menschen liebt, sollte diese Tatsache nicht ignorieren. Wir beuten andere Länder aus und zerstören unwiderruflich die Umwelt, die Weltmeere und mit Fracking sogar unsere eigenen Flüsse und Seen. Wer Religiös ist, wie zB ein Christ, sollte sich für jeden Tropfen Benzin schämen und um Vergebung bitten. Jeder Arzt, der um die Risiken von Benzolen weiß, sollte seine Kinder fern von Ottomotoren halten. Vermutlich wird auch unser Klima sich drastisch verändern, weil wir das im Erdöl gebundene CO2 wieder in die Atmosphäre entlassen, bei der Verbrennung durch Motoren, Heizungen und Kraftwerke. Und jeder der den Rennsport liebt, sollte die Beschleunigung eines Elektromotors nutzen.

Meine Meinung.

eAutos sind sicherlich nicht günstig - doch die Schädigung von Mensch und Natur wird zu billig angeboten.