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Das Unterbewusstsein | Pendeln ist keine Esoterik

Pendeln, carpenter-effekt Schablone, ideomotorischer Effekt, unterbewusstsein, Vorlage zum ausdruckenIch bin weißgott kein Experte und kann hier auch nichts Neues zu beitragen, ausser eigene Erfahrungen und eine Vorlage zum Ausdrucken.

Ich habe mit meiner Frau mal versuchsweise, einfache Fragen gestellt, die überprüfbar gewesen wären.[1] In einem ersten Versuch waren die Ergebnisse jedoch mehr als ernüchternd.

Die Erklärung zur Schablone findest du weiter unten. [2]

Jeder kann für sich den Selbstversuch einmal unternehmen das „Unterbewusstsein“, ganz ohne Esoterik, Aberglaube, Trance, Drogen oder Hypnose, zu erforschen.

Dazu im Vorfeld ein wenig Informationen.

Beim Pendeln nutzt man den ideomotorischen Effekt. Der Effekt selbst ist meines Wissens wissenschaftlich bewiesen, jedoch gibt es "scheinbar" nur unzureichende Forschungen in dem Gebiet. Ich habe im Internet nicht viel gefunden, das mich in meinem Wissensdurst wirklich befriedigen würde. Das soll aber auch nicht mehr heißen, außer dass ich als Laie nicht gleich fündig geworden bin. Doch ich bin ja auch noch am Anfang meiner Suche.

In der Literatur die ich gefunden habe, wird das Pendel als Einstieg in die Hypnose empfohlen, als einfache Abkürzung zu simplen, nicht blockierten, Fragen an unser Unterbewusstsein. Ein Auszug aus der Wikipedia, mit was wir es hier zu tun haben.

Auszüge aus der wikipedia:

Das sog. ideomotorische Gesetz (auch ideomotorisches Prinzip genannt) kann zweierlei – zwar verschiedene, aber miteinander verwandte – Phänomene bezeichnen:

  • a) den Carpenter-Effekt, wie zum Beispiel das „automatische“ Mitgehen von Zuschauern bei Sportveranstaltungen;
  • b) das über den Carpenter-Effekt hinausgehende Ideo-Realgesetz, das nicht nur Bewegungen, sondern z. B. auch Gefühle und Vorstellungen mit einschließt.

Die Bezeichnung ideomotorisch wird synonym (gleichbedeutend) verwendet zu psychomotorisch; darunter sind solche unwillkürlichen Bewegungen und Handlungen zu verstehen, die entweder durch Beobachtung oder auch durch bloße Vorstellung von Bewegungsmustern ausgelöst werden.

Als Carpenter-Effekt (oder ideomotorischer Effekt) wird das Phänomen bezeichnet, dass das Sehen einer bestimmten Bewegung sowie – in schwächerem Maße – das Denken an eine bestimmte Bewegung die Tendenz zur Ausführung ebendieser Bewegung auslöst.

Beim Ideorealgesetz handelt es sich um eine psychische Gesetzmäßigkeit; damit wird nicht nur das (ungewollte, automatische) Mitvollziehen einer Bewegung bezeichnet (Carpenter-Effekt), sondern darüber hinaus auch Gefühlsansteckung, Ausdrucksübertragung, ideomotorische Vorstellungen und ideomotorische Handlungen sowie Suggestion und Hypnose.

 

Volkstümlich benutzt man ein Pendel, es genügt jedoch ein Bindfaden mit einer "Schraubenmutter" oder ähnliches. Ich habe eine kurze Schmuck-Kette genommen.

Die Technik des Pendelns wurde leider durch Mythen, Religionen oder Aberglaube mit vielen falschen Vorstellungen und Gedanken belegt, die sich bis heute in vielen Köpfen hartnäckig halten. Am Pendeln ist meines Wissens nichts esoterisches, mystisches oder übernatürliches. Alle Bewegungen werden von unserem Gehirn, über unsere Nervenbahnen, an die Muskeln geleitet und gesteuert. Das „Pendel“ dient nur als „Verstärker“ dieser Mikroausdrücke und macht diese für uns deutlich sichtbar.

Das Anzapfen des Unterbewusstseins, mit Hilfe des Pendels, funktioniert bei fast allen Menschen, wenn die Fragestellung und die Antwortmöglichkeiten realistisch bleiben.

[2] Wie benutzt man die Schablone? Was ist daran besonderes?

Die Möglichkeit "Weiß ich nicht" oder "andere Frage" sind wichtig. Denn anders als beim Okkultismus, bei dem Versucht wird Macht über jemand anderes auszuüben, möchte man in einem "wissenschaftlichen" Kontext, dem Unterbewusstsein die Möglichkeit lassen, Fragen nach eigenem Ermessen zu beantworten. Der oder die Befragte soll weiterhin freien Willens entscheiden dürfen, ob eine Frage beantwortet werden möchte oder nicht. Diese Möglichkeit ist auch wichtig um eine "Eichung" vorzunehmen.

Weiß ich nicht

Es gibt Fragen, auf die werden wir nicht antworten können. Zum Beispiel Fragen zur Zukunft oder zu anderen Personen.

  • Wird es in 10 Tagen dort regnen wo ich mich aufhalte.
  • Werde ich in 10 Jahren im Lotto gewinnen.
  • Gibt es Menschen ähnliche Lebewesen im nächsten Sonnensystem.
  • Denkt mein Vorgesetzter gerade an eine Vanille Eis oder seine Frau.

Andere Frage

Es gibt Fragen die wir nicht im Beisein eines Anderen beantworten möchten, oder Fragen die evtl nicht zielführend sind, die ungenau gestellt wurden. Für diesen Fall lässt man dem Unterbewusstsein den Ausweg, eine andere Frage zu fordern. Dies sollte neutral gewertet werden, als Ausweg und auch als Abkürzung um Zeit zu sparen und sich nicht an unwichtigen Details aufzuhängen. Diese Erklärung soll auch Vertrauensbildend wirken, um Vorbehalte und Ängst abzubauen.

Ja oder Nein

Es ist wirklich gar nicht so einfach Ja oder Nein fragen zu finden, die man auch anschließend verifizieren kann. Am besten ist sich vorher ein paar Fragen zu notieren und sich vorzubereiten. Eine entspannte Atmosphäre, Trinken und wenig Ablenkung vom Pendel sind wichtig.

[1] Was wir getan haben, was wir erreichen wollten

Es gibt die Aussage, das Unterbewusstsein hätte den direkten Draht zum Gedächtnis. Unser Gedächtnis, so heißt es, würde jede noch so kleine Kleinigkeit speichern und sich merken können. In Fernsehserien wird dann eine Rückführung (Regression) gezeigt, in der ein hypnotisierter Mensch das erlebte noch einmal sieht und sich an winzige Details erinnern kann. Das ist es in etwa, das wir erreichen möchten. Feststellen, ob das Pendel uns solche Antworten liefern kann.

Was ich dazu getan habe war, mir das Büro meiner Frau genau anzuschauen. Sie sitzt dort jeden Tag, viele Stunden und müsste also jedes Detail dort genau kennen.

Ich habe die Pendelschablone auf den Tisch gelegt und ihr erklärt, warum und wozu es 4 Möglichkeiten gibt, statt nur der üblichen Ja Nein Kombination. Danach habe ich einfach mal angefangen zu Fragen und sie hat versucht zu Pendeln.

Frage: Wird es in 10 Tagen regnen?
Antwort: Keine Pendel Bewegung

Wir sprachen kurz ein wenig, lachten und ich probierte es bei mir. Ich nahm das Pendel.

Frage: Wird es in 10 Tagen regnen?
Antwort: Weiß ich nicht.

Ich gab das Pendel wieder meiner Frau.

Frage: Hängt an deiner Pinwand im Büro ein gelber Zettel.
Antwort: Keine Pendel Bewegung auch nach mehrmaligem Ansetzen.

Wir redeten noch eine Weile über Pendeln und das Bewusstsein dass für uns Informationen filtert und Gefühle unterdrückt.
Danach probierten wir es erneut. Wir fragten nach Begebenheiten aus unserer gemeinsamen Vergangenheit. Ich hatte ihr am frühen Morgen eine Fotografie aus ihrer Kindheit gezeigt und eine Datum dazu genannt, das war keine 12 Stunde her. Meine Frau nahm das Pendel.

Frage: Stammte das Foto aus dem Jahr 1964?
Antwort: Ja. (das war falsch)

Frage: Stammte das Foto aus dem Monat Mai?
Antwort: Ja. (auch das war falsch)

Mein Fazit: Als erwachsener Mensch mit langjährig praktizierter Skepsis, scheint ein Übermaß an bewusster Kontrolle, ein anzapfen durch das Pendel deutlich zu erschweren oder gar zu verhindern. Obwohl ich dieser Technik sehr aufgeschlossen gegenüber stehe, kamen bei uns im ersten Verusuch fast nur die Antworten heraus, die wir auch bewusst (falsch) gewählt hätten. Und noch häufiger falsche oder gar keine Antworten.

Insgesamt taten wir uns recht schwer, aber immerhin setzte sich das Pendel hin und wieder in Bewegung. Die Antworten waren jedoch häufig falsch. Trotzdem werde ich das Thema deswegen nicht begraben, noch als "Unsinn" abtun. Ich bin neugierig und werde noch ein wenig mehr zu dem Thema lesen und sicherlich noch ein paar weitere Versuche wagen.

Im Selbstversuch, für mich allein, funktionierte das Pendel schon ein wenig besser. Mir fielen jedoch auch nur wenige "nachprüfbare" Fragen ein. Damit werde ich mich als nächstes beschäftigen und auch einmal danach suchen, ob es einen standartisierten Test bereits gibt.

Sachdienliche Hinweise, ohne esoterischen Aberglauben, nehme ich gern und dankbar per Mail entgegen.