Alles hat seinen Preis | Umweltschutz

Gemeinfreise Bild, Mine in China
Foto: NASA (gemeinfrei) - China, Bergbau in Bayan Obo

Also das was so aussieht wie ein Krebsgeschwür, ist ein Mine. Da wird in China der seltene Dreck aus dem Boden geholt, den wir benötigen für Smartphones (juhuu), aber auch Windräder (ohhhh).

Nehmen wir mal spaßeshalber an, China würde irgendwas für den Umweltschutz tun. Hört sich lächerlich an, ist es sicherlich auch. Aber nur mal rein hypothetisch, China würde sich drum scheren, was sie an Dreck aus dem Boden holen. Oder China würde sich um seine Arbeiter kümmern, den Schutz der Mitarbeiter. Und sie würden sagen - wir fördern nicht mehr soviel von dem Dreck, weil die Umwelt so leidet. Den Preis müssen wir anheben, weil wir Filteranlagen und eine gesicherte Deponie benötigen.

Dann würde eventuell die WTO kommen, die Welthandelsorganisation und die würde China dann sagen: »Nö so geht das aber nicht. Du behinderst den freien Welthandel!«

So etwas ähnliches war nun auf heise.de zu lesen:

Das WTO-Schiedsgericht hatte im vergangenen Jahr entschieden, dass Peking mit der Ausfuhrquote gegen Regeln des freien Welthandels verstoße. Die chinesische Regierung hatte die Quote mit dem Schutz der Umwelt begründet.

Quelle & Link: http://www.heise.de/newsticker/meldung/China-schafft-Exportbeschraenkungen-fuer-Seltene-Erden-ab-2508436.html

Wikipedia dazu:

»Preisdumping aufgrund geringer Personal- und Produktionskosten beim Abbau und der Aufbereitung der Seltenen Erden hat China am Beginn des 21 Jahrhunderts zum konkurrenzlosen Monopolisten im SEE-Export gemacht. Die demzufolge fehlenden Auflagen zum Schutz der Umwelt haben in und um Bayan Obo und andernorts zu gravierenden Umweltproblemen geführt.[5]«

Also den schwarzen Peter hat natürlich eindeutig Peking. Aber nur mal hypothetisch angenommen, die würden das mal ernst meinen mit dem Umweltschutz.

Glaubt dann noch jemand, ganz ernsthaft, jemand könnte Kosten-deckend Smartphones für 500€ das Stück verkaufen? (24 Monate Laufzeit, 11€/M )

 

Windkraft-Anlagen mit permanenterregtem Synchrongenerator nutzen Dauermagneten mit Neodym.

Permanenterregte Generatoren werden in verschiedenen Triebstrangkonzepten eingesetzt. Außer in direktangetriebenen Windkraftanlagen kommen PMGs mittlerweile auch in Getriebeanlagen vor, wobei wieder Bauformen mit schnelllaufenden Generatoren von Bauformen mit mittelschnelllaufenden Generatoren unterschieden werden müssen.[43] Permanentmagnetgeneratoren weisen gegenüber fremderregten Generatoren einige Vorteile auf. Neben einem etwas höherem Wirkungsgrad aufgrund des Wegfalls der Erregerleistung lassen sich durch die höhere Energiedichte auch kompaktere Bauformen des Generators erreichen und somit die Größe und das Gewicht des Maschinenhauses verglichen mit fremderregten Synchrongeneratoren senken. Da die benötigten Permanentmagneten üblicherweise aus Seltenerdmagneten wie Neodym-Eisen-Bor bestehen, sind der höhere Preis und die mit dem Abbau und der Gewinnung von Neodym verbundenen Umweltprobleme nachteilig. Dazu kommt die bei Selbsterregung schlechtere Regelbarkeit der Blindleistung.[44]«

http://de.wikipedia.org/wiki/Windkraftanlage

Ich selbst war bislang der Windkraft gegenüber sehr positiv eingestellt. Ja, ich muss zugeben wohl fast schon naiv positiv. Aufgrund der (möglichen) hohen Laufzeiten der Anlagen. Und weil mir nicht bewusst war, das Neodym Magneten in der Herstellung so viel Dreck verursachen.

 Wikipedia:

»Der wichtigste Lieferant mit 97 % der Weltproduktion ist China.[11] Das führt dort zu erheblichen Umweltproblemen. „Bei der Trennung des Neodyms vom geförderten Gestein entstehen giftige Abfallprodukte, außerdem wird radioaktives Uran und Thorium beim Abbauprozess freigesetzt. Diese Stoffe gelangen zumindest teilweise ins Grundwasser, kontaminieren so Fauna und Flora erheblich und werden für den Menschen als gesundheitsschädlich eingestuft“.[12] Weitere wirtschaftlich verwertbare Vorkommen finden sich in Australien.«

http://de.wikipedia.org/wiki/Neodym

Nun haben wir den strahlenden Müll nicht direkt vor der Haustür. Irgendwo im fernen China gibt es jetzt riesige Deponien und vermutlich viele erkrankte Bergleute.

So bleibt wohl doch nur die eine Möglichkeit. Wir müssen von unserem hohen Ross runter. Energieverbrauch senken. Einsparungen vornehmen. Die Verschwendung stoppen. Auch Windkraftanlagen sind (derzeit) keine grüne Blümchenwiese. Zumindest nicht alle.

Theoretisch ist es möglich Windkraftanlagen mit einer "besseren" Ökobilanz herzustellen. Es liegt an uns die Hersteller dazu zu drängen.

»Nach Schätzungen aus dem Jahr 2011[95] werden bei rund einem Sechstel der Windkraftanlagen, vorwiegend bei kleineren und mittleren Leistungen, Generatoren mit Permanentmagneten aus Neodym-Eisen-Bor (Nd2Fe14B) eingesetzt.«

»Einige Hersteller, wie zum Beispiel Senvion und Enercon weisen ausdrücklich darauf hin, dass in ihren Generatoren kein Neodym eingesetzt wird.[101] Andere Hersteller wie Vestas und GE, die in ihren Anlagen zuvor Neodym-Eisen-Bor-Permanentmagnete einsetzten, kündigten 2013 bei neu entwickelten Anlagentypen die Rückkehr hin zu den doppelt-gespeisten Asynchrongenerator ohne Permanenterregung an.[102][103]«

http://de.wikipedia.org/wiki/Windkraftanlage

 

Mit freundlichen Grüßen,
yt
 

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