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Fracking | nicht mit mir ...

Bestimmt 50 Jahre hat es gedauert, bis eine breite Mehrheit in der Bevölkerung begriffen hat, das Kernkraftwerke keinen sauberen Strom liefern. Und auch keineswegs günstig sind. Vom Standort, über die Planung, bis zum Aufbau und Rückbau zahlt der Bürger. Wenn nicht mit Steuergeldern und Subventionen, dann über den Strompreis.

Auch die kleineren Unfälle, die kleineren Abfälle, die größeren Abfälle und die "unmögliche" Endlagerung sowie die Suche nach geeigneten Lagerstätten. Das alles wird vom Bürger bezahlt. Allein die Kontrollen, der hohe Standard der Sicherheit, macht eine kostengünstige Stromproduktion unmöglich.

Beim Fracking ist vieles ähnlich. Es kostet den Bürger viel. Viel mehr. Und das bis in alle Ewigkeit. Das war für mich Anlass eine Petition einzureichen. Der Reihe nach.

Der Wortlaut meiner Petition ist spontan entstanden. Ich wollte keine juristisch korrekte Formulierung, sondern exakt das - was in der Petition steht:


Wortlaut der Petition

Der Deutsche Bundestag möge in einem Eilverfahren beschließen... dass keine Erlaubnis für Fracking erteilt werden kann, ohne das Volk zuvor zu befragen. Der Deutsche Bundestag möge weiterhin beschließen, dass ein Volksentscheid über Fracking in Deutschland durchgeführt wird.

Begründung

In den US-Medien häufen sich Nachrichten über irreparable Umweltschäden und Vergiftung von Grundwasser durch das so genannte Fracking.

Deutschland ist zehn Mal dichter besiedelt als die Vereinigten Staaten Amerikas. Wir haben nur sehr begrenzte Flächen.

Diese wichtige Entscheidung, die eventuell auch kommende Generationen finanziell und gesundheitlich stark belasten kann, sollte gemeinsam, durch eine Mehrheit in der Bevölkerung, getragen werden und nicht durch eine parlamentarische Mehrheit.

Die jetzige Wahlperiode schließt die Meinung viele Wähler aus. Laut Wikipedia sind 60% der Wähler derzeit nicht parlamentarisch vertreten. http://de.wikipedia.org/wiki/Bundestagswahl_2013

Aus diesem Grund und weil die Einleitung der Chemikalien nicht wieder Rückgängig zu machen ist, möchten die Zeichner dieser Petition zuvor in einem Volksentscheid über Fracking über "Zustimmung" oder "Ablehnung" gefragt werden.

Anregungen für die Forendiskussion

Eile ist geboten, denn der Bundestag will, Zeitungsberichten zufolge, noch vor der Sommerpause das Fracking in Deutschland, übereilt und ohne die Meinung der Bürger zu berücksichtigen, erlauben.

 


 

Die Prüfung einer Petition dauert in der Regel etwa 3 Wochen. Ich habe bereits Antwort bekommen. Klickt auf das Bild für eine Vergrößerung.

Eine ältere Petition hatte das Quorum nicht erreicht. Ich denke, zum einen war die Bevölkerung noch nicht ausreichend informiert zum anderen hatte der Petent scheinbar keine große Reichweite und wusste das Internet noch nicht richtig zu nutzen.

Bei Petitionen solcher Dringlichkeit wäre es auch Hilfreich Interessenverbände einzuspannen und eine Unterschriftenliste, eine "OfflinePetition" zeitgleich zu organisieren.

So gibt es viele Wege und vor allem noch viel zu tun, die Bevölkerung aufzuklären.

Auch eine Argumentationshilfe, einen offline Flyer, zur Aufklärung könnte nützlich sein. Damit man in lokkeren Diskussionsrunden nicht von Plumpen Aussagen wie: "Irgendwoher muss ja unsere Energie kommen" , überrumpelt wird.

Die einfachste Argumention um "liberale" und "ökonomisch" denkende Menschen mit "martkwirtschaftlich positiver Einstellung" zu überzeugen ist folgendes Argument:

»Das Schiefergas, bzw Gas in unserem Boden, wird mit jedem Jahr exponentiell wertvoller. Wer zuletzt seine eigenen Reserven angreift, wird den größten Gewinn erzielen.«

Es ist nur logisch, das mit steigendem Öl und Gaspreis, mit der Verknappung der Ressourcen, die eigenen Bodenschätze an Wert gewinnen. Wer heute schon an seine Reserven geht, wird seinen Kindern nur Schulden überlassen.

Dieses Argument werde ich nun auch noch mal dem Wirtschaftsminister einbleuen und auch dem Finanzminister. Ein lockerer Brief an meine Freunde Siggi und Wolle ... mal sehen was die beiden dazu zu sagen haben, das Tafelsilber Deutschlands schon heute verjubeln zu wollen.

Eile ist auch deswegen geboten, weil derzeit schon so genannte "Probe Bohrungen" durchgeführt werden. Mit "Bohren" hat das alles nichts zu tun. Tatsächlich werden dort "Chemikalien" in den Boden gespült. Heraus kommt nicht selten eine äusserst giftige Brühe, die auch schwach Radioaktiv sein kann. Problematisch an der Geschichte ist Deutschlands Vergangenheit. Das Land unter unseren Füßen ist quasi schon verkauft. Unsere Großeltern und Eltern haben den Großkonzernen schon die Claims verkauft. Die möchten nun natürlich ihr (auf dem Papier geltendes) Recht wahrnehmen und die Bodenschätze heben.

Meiner Meinung sollten wir die Firmen lieber ausbezahlen, statt unsere Böden zu vergiften und unzählige, unterirdische Giftmüll Lager errichten zu lassen. Es bleibt zu hoffen dass es nicht nocheinmal 50 Jahre dauert bis die Bevölkerung aufwacht und ihre Stimme erhebt.

Mit freundlichen Grüßen,
yt
 

Kommentare

.. der letzte Fluss vergiftet.....

"Der Mensch" wird es nie lernen. Sag "Auf Wiedersehen" "Tschüss" zu unserer Erde..