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Photovoltaik | Investition in die Zukunft

Wieder ist ein Jahr um, und wir haben unsere Strom-Abrechnung bekommen. Mit dabei auch die Einspeisvergütung. Ich veröffentliche hier für interessierte unsere Abrechnung. Dann kann jeder selbst darüber nachdenken, ob Photovoltaik so schlecht ist wie ihr Ruf.
Zur Erinnerung  Wir bekommen 16 Cent Netto / 19 Cent Brutto pro Kilowattstunden, die wir in das Netz "Einspeisen". Wir Kaufen Strom für 27,65 Cent Brutto, bei Greenpeace Energy. Jede Kilowattstunde die wir nicht einkaufen müssen, ist also bares Geld. 11 Cent Differenz mag sich wenig anhören, aber wenn wir uns vorstellen, der Strom würde 11 Cent mehr kosten - dann ist das ganz schön viel.

Wir heizen zu dem mit Wärmekopplung, einer Luft Wärme Pumpe. Das Prinzip ist das eines umgedrehten Kühlschranks. Jeder hat einen Kühlschrank zuhause. Im Kühlschrank wird es kalt und kälter, die "Kühlrippen" an der äusseren Rückwand des Kühlschranks werden warm. Bei unserem Haus sind die Kühlrippen des Kühlschranks quasi im Fussboden, als Heizung und wir kühlen die Luft ausserhalb unseres Hauses ab. Wir sind also aktiv dabei, etwas gegen die Erderwärmung zu tun :)

Das ist in sofern relevant, als dass wir für 2 Personen, sehr viel mehr Strom benötigen als üblich. Wir haben keinen gesonderten Wärmepumpentarif! Den bietet Greenpeace Energy nicht an. In unserer Stromrechnung enthalten ist auch der alltägliche Stromverbrauch. 

Strom erzeugt: 5269 kWh (Gesamt Ertrag für 2013)
Strom zukauf: 5938 kWh
Strom verkauft: 4403 kWh
Strom Eigenverbrauch: 866 kWh (wird direkt von uns verbraucht)
Strom gesamt Verbrauch: 6804 kWh (Zukauf + Eigenverbrauch)

PV Anlage 5,5kW peak auf 3,8kW begrenzt , 30 Grad, 100% Südausrichtung, keine Beschattung, Niedersachsen

Die oberen Werte in Euro (Brutto mit Steuern) umgerechnet:

Strom zukauf: 1641 € im Jahr (136€ monatlich)
Strom verkauft:  836 € im Jahr (69,7€ monatlich)
Strom Eigenverbrauch: 239 € im Jahr (20€ monatlich)

Die Betriebskosten sind Versicherungen. Bei uns ist das

Elektronik Versicherung 120€ p.a. - falls etwas "kaputt" geht. (Sturm, Frost, Eisgang ... )
Haftpflicht 70€ p.a. - falls das was "kaputt" geht, jemand anderes schädigt. (Modul segelt vom Dach, trifft Nachbars Hund ...)
Zum Teil sind die Versicherungen steuerlich absetzbar.

Die PV Anlage wird in unter 10 Jahren steuerlich abgeschrieben. Die Investitionssumme kann also vom Bruttoverdienst des Betreibers abgesetzt werden.
Das ist ein sehr wichtige Detail. Es bedeutet, dass derjenige der Steuern zahlt, über den Verwendungszweck seiner Steuern quasi selbst bestimmt.  Ähnlich wie bei Spenden an allgemeinnützige Vereine. Wir haben für uns bestimmt, dass wir den Ausstieg aus der Kernspaltung fördern möchten und sind ein "unternehmerisches Risiko" eingegangen.  Niemand konnte uns garantieren dass die Sonne scheint.

Mein OfficeCalc Spielzeug. Die jüngeren Daten sind mit mehr Messpunkten versehen, so fallen
Abweichungen auf, wie zB das Legionellenprogramm des Wasserspeichers (Orange gekennzeichnet).
 

Die Grafik oben ist äusserst vielsagend, interpretierbar und Aussagekräftig. Ich werde auf einzelne Punkte noch mal in einem gesonderten Artikel eingehen, wie zB auf das "Legionellen" Problem.

Bei einer Investitionssumme von ca 13 000 € Euro (ja, unsere Anlage war doch etwas teuer), kann sich der Leser nun selbst ausrechnen, wann sich unsere Anlage "amortisiert" hat. Ein Tip, es sind ca 10 Jahre, wenn man die Steuerabschreibung außer Acht lässt, und keinen Kredit aufgenommen hat. Mit Kredit kommt noch ein Zinslast hinzu. Die "Zinsen" des Kredites bekommt zu einem Teil die "Hausbank" und zu einem anderen Teil die KFW. Die Förderbank des Steuerzahlers. Die KFW steht mittlerweile sehr gut da. Eine echte Good-Bank.

Den größten Nutzen sehe ich jedoch darin, der Kernenergie eine klar Absage zu erteilen. Wir kaufen diesen Strom nicht mehr und helfen mit alternativen Strom zu erzeugen. Es gibt genug Menschen, auch in Deutschland die an Krebs erkankt sind, wegen der Strahlung, bei Transporten, bei der Lagerung oder im Umgang mit Radioaktiven Abfällen. Das muss nicht sein.

Meine Rechnung zeigt hoffentlich, das selbst im Norden Deutschlands eine PV Anlage kein Verlustgeschäft sein muss. Wer ein eigenes Dach hat, kann also mithelfen, Deutschland unabhängig zu machen. Nicht nur von Brennelementen sondern auch von Großkonzernen die bislang den Preis diktierten. Zudem hilft man damit aktiv mit, die Herstellung von Kernwaffen oder Munition mit Urankern und ähnlichen Sauereien deutlich zu erschweren. Wenn die Nachfrage nach dem Dreckzeugs sinkt, ... wird es hoffentlich unrentabel es aus dem Erdreich aus zu buddeln um damit Menschen umzubringen.

Mit warmen Grüßen,
yt
 

 

 

 

 

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