Wann | Wenn gar nichts mehr hilft

Am liebsten würde ich jetzt sagen,

"Meine lieben Befürworter von Geheimdiensten, Online Überwachung, Vorratsdatenspeicherung, Rasterfahndung und Bundestrojanern,
liebe Mitläufer bei iTunes, Facebook, google+, Bertelsmann, Springer, und viele andere,
sehr geehrte Politiker und Politikerinnen,

ihr seid schuldig.

Schuldig an der Zukunft kommender Generationen, die sich an den Zustand von Krieg, Terror, Umweltzerstörung und Gier gewöhnt haben werden.
Schuldig an Misstrauen, Totalüberwachung, Unfreiheit, Ausbeutung, Kinderarbeit, Krankheiten, Verseuchung, Angst und Depressionszuständen.
Ihr seid es, die diese Welt mit unfassbarer Gleichgültigkeit anzünden, niederbrennen und zu einem Ort voller Sinnlosigkeit und Grausamkeit machen."

Ich sage es natürlich nicht, weil es nicht hilft. Denn wenn ich es sage, hört es ja niemand. Ich müsste es schreiben. Würde ich es schreiben, würde es sicher als Beleidigung, vielleicht sogar als "Verleumdung" aufgefasst. Ich möchte aber niemanden beleidigen, also schreibe ich sowas nicht, ich denke es vielleicht im Stillen, aber ich schreibe es nicht. Ich will auch niemanden verleumden. Schon gar nicht in aller Öffentlichkeit. Mir geht es gut, ich bin gesund, ich hab kein Grund mich anzufeinden, oder gar streit zu suchen. Und keines Falls möchte ich jemanden kränken, der es auch nicht einmal verdient hätte. Nein, ich reflektiere. Ich überlege dann, als Beispiel, wieso hat jemand soviel Angst vor Terrorismus? Wie kann die Angst so groß sein, dass er dafür hunderte Millionen Menschen pauschal unter Verdacht stellt? Wieso werden Bürger wie überführte Kriminelle behandelt? Katalogisiert, Profile erstellt und analysiert. Ihr Verhalten, ihr Kontakte, ihre Gewohnheiten in Datenbanken gespeichert und ausgewertet?

Wer hat soviel Angst? Und war dieser jemand vielleicht selbst mal Opfer? Das kann ich ja nicht wissen. Der Empfänger meiner Worte kann auch nicht wissen ob ich Opfer gewesen bin. All das zu klären und zu erklären dauert zu lange und schreiben ist anstrengend. Ohnehin hat man seine vorgefasste Meinung, hat unterschiedliche Ansichten und offensichtlich auch unterschiedliche Ideale. Da muss man aufpassen, dass man nicht emotional wird. Oder ironisch. Oder sarkastisch.

Das Thema ist empfindlich. Explosiv. Geladen.

Da kann man Angst bekommen. Und Angst ist gar nicht gut. Angst verhindert jedwede vernünftige Kommunikation und mündet oftmals in Beleidigungen, Verletzungen. Sehr schnell wird sowas wie Psychoterror daraus. Dagegen gibt es dann nur noch ein Mittel.

Gedankenkontrolle.

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Kommentare

Globalisierung war mal ein toller Begriff. Seit .. seit wann eigentlich? War es 9/11? Seit einiger Zeit ist das globale Sammeln von Daten zur weltwichtigsten Aufgabe geworden. Die einen Sammeln und verkaufen die Daten, andere sammeln alles und verdächtigen jeden. Die Gedanken wohin uns das führen mag sind beängstigend.

Wie konnte es dazu kommen, warum "sehen" nicht alle worauf das hinaus läuft? Sehen wir oder sind wir blind?
Wann ist es genug, wann einfach zu viel? Was dann? Piken & Schaufeln werden dieses Mal nichts nutzen. Ein Bisschen kommt es mir vor als lebte ich einen der unzähligen SciFi-Streifen..

Wann endlich darf wieder die Vernunft regieren?!

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