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Wer den Pfennig nicht ehrt ...

Wo wir gerade bei Sommerloch Themen sind. Ich habe ein Loch entdeckt, in dem steckte bis vor kurzem noch ein 5Pfennig Stück. Es, das 5 Pfennig Stück, versuchte den Naturgewalten zu trotzen und vergrub sich. Ja, ich gehöre zu den Menschen die beim Spazierengehen Flugzeuge am Himmel beobachten, bei Nachbarn in die Fenster gucken, Eichhörnchen auf Bäume huschen sehen und dabei auf dem Boden, zwischen Kopfsteinpflaster und in der Gosse, altes Zeugs finden.


Ich finde es bemerkenswert, wie der Kern des 5Pfennig Stücks wegrostet,
während die Oberfläche erhalten bleibt.

»Die Kleinmünzen zu 1, 5 und 10 Pfennig sowie die 2-Pfennig-Münzen ab 1968 wurden in minderer Qualität auf Eisenronden geprägt, deren Ober- und Unterseite lediglich dünn mit einer Kupfer- oder Messingschicht überzogen war, sodass sie leicht rosteten, wenn sie längere Zeit ungeschützt feuchter Witterung ausgesetzt waren. Die 2-Pfennig-Münze bis 1968 bestand massiv aus einer 95-prozentigen Kupferlegierung.«

Quelle: Wikipedia Bargeld

Ich möchte hinzufügen, auch 1967 wurde auf Eisenronden geprägt, was mit dieser Münze wohl zweifelsfrei bewiesen ist.

Update, der von mir zitierte Abschnitt des Wikipedia Artikel wurde wie folgt korrigiert :

Die 2-Pfennig-Münze bis 1968 bestand massiv aus einer 95-prozentigen Kupferlegierung. Danach wurde sie, wie auch die Kleinmünzen zu 1, 5 und 10 Pfennig schon zuvor, in minderer Qualität auf Eisenronden geprägt, deren Ober- und Unterseite lediglich dünn mit einer Kupfer- oder Messingschicht überzogen war. Dadurch begannen sie leicht zu rosten, wenn sie längere Zeit ungeschützt feuchter Witterung ausgesetzt waren.

Quelle: Wikipedia Bargeld

 

Vor nicht langer Zeit fand ich ein "wie unsichtbar" Hörgerät. Der Anschaffungs-Wert der kleinen Hightech Elektronik lag sicherlich über hundert Euro. Leider waren einige Autofahrer nicht so aufmerksam und hatten es gleich mehrfach überfahren. Sehr bedauerlich. Ein kleines Schweizer Taschenmesser in einem Lederetui ist eines der praktischeren Fundstücke die ich mir angeeignet habe. Die ursprünglichen Besitzer sind erfahrungsgemäß schwer zu ermitteln. Dinge, die lange Zeit in der Natur verblieben und sich nicht auffinden lassen, werden idR bald ersetzt und geraten in Vergessenheit.

Das 5 Pfennig Stück, dass dem Besitzer aus der Tasche gefallen sein muss, hätte er besser pfleglich behandelt. Sein Wert hätte sich in den vergangenen Jahren um das 1400 fache gesteigert. ca 70€ bezahlen Sammler für ein gut erhaltenes 5 Pfennig Stück aus dem Jahr 1967 aus Karlsruhe (G). Ich bin mir sehr sicher, dass mein 5 Pfennig Stück keinen Groschen mehr Wert ist, jetzt aber einen ideellen Wert besitzt.
 

5 Pfennig, 1967, Karlsruhe, G
Mit viel Fantasie, tatsächlich noch gerade erkennbar, die Prägestelle

 

Den ältesten Pfennig den ich auf offener Straße gefunden habe ist, im Vergleich, noch ganz gut erhalten. Kein "G"lückspfennig, sondern 1 Pfennig von 1948, Prägestelle Stuttgart, lag auf offener Straße. Wer ihn vermisst, kann ja sein Glück versuchen und Ansprüche geltend machen.

1 Pfennig, 1948, Stuttgart F

rot47 md5 - e03fd0aaf9d038e87944ffbcf1329a3c

 

Um den Besitzanspruch zu prüfen, genügt es mir wenn ihr den Ort angeben könnt, an dem ihr den Pfennig verloren habt. Sollte der Fundort annäherungsweise (max. 10 km Luftlinie) mit eurem "Tip" überein stimmen, dann schicke ich euch den Pfennig wieder zurück. Als Beweis dass ich nicht mogel, hinterlasse ich den Fundort hier unter dem Foto verschlüsselt. Es ist offensichtlich sehr viel mehr Energie notwendig um auf diese Art einen Besitzer zu ermitteln, als mögliche Besitzer, pauschal und ohne jede Prüfung, zu entschädigen. Aber es geht ums Prinzip. Wer den Pfennig nicht ehrt ...

Mit wertvollen Grüßen,
yt
 

 

Kommentare

Hallo yt, ich habe aufgrund Deines Kommentars, den von Dir zitierten Abschnitt umformuliert und hoffe, dass er jetzt deutlicher ist. Schöne Grüsse GrößterZwergDerWelt