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Windows oder Linux | Entscheidungshilfe

Umstieg von Windows XP Professionell / 7 auf Ubuntu Linux
Ich habe diesen Artikel schon einige Male überarbeitet, und bin immer noch unzufrieden. Zu lang, zu sperrig. Ich entschuldige mich im Vorhinein für jedes unnütze Wort.
Letztes Update 21.05.2010 19.09.2010 07.03.2011 06.06.2011
Ubuntu Lucid Lynx vs Windows7 (o. XP Professional / Vista)

Update 31.05.2011 : Wichtig - der neue Ubuntu Desktop One könnte eine zusätzliche Hürde im Umstieg sein. Es ist aber weiterhin möglich einen "Windows-ähnlichen" Desktop zu nutzen. Für einige dürfte aber gerade der Ubuntu One Desktop ein entscheidendes Merkmal für den Umstieg oder Einstieg sein!

Update 10.07.2018 : Ich muss gestehen, das Blatt wendet sich langsam hin zu Windows 10. Die Fortschritte bei Microsof sind gravierend. Wer jedoch seine Privatsphäre geschützt sehen möchte, der hat gar keine andere Wahl mehr als ein Linux zu nutzen. Denn Windows 10 ist das exakte Gegenteil vom Schutz der Privatsphäre. Da ich selbst keine Angst vor PostPrivacy Szenarien habe, kann ich mit beidem Leben.

1. Ein ehrlicher Erfahrungsbericht
2. FAQ, Fragen und Antworten:
- Kosten fuer Private und Unternehmer?
- Ist Ubuntu eine Alternative zu Windows?
- Was kann Ubuntu nicht?
- Was kann Windows nicht?
- Funktioniert meine Hardware mit Linux?
- Funktionieren meine Spiele?
- Ist Linux sicherer?
- Welche Software fehlt bei Linux?
- Wieso gibt es Soft/Hardware „xyz“ nicht auch für Linux?
3. Das Fazit gleich zuerst:
Ubuntu (Linux) ist kein Allheilmittel.
Windows auch nicht.
4. Wie verdienen Firmen Geld an Linux?


Stilisiertes Ubuntu Logo 3D »digital manga«
Artwork & CGI - yours truly

Ich hoffe, dieser Bericht hilft ein klein wenig und freue mich über jedes Feedback.

1.) Ein ehrlicher Erfahrungsbericht

Im direkten Vergleich, Ubuntu zu Windows, ist vieles in der Bedienung ähnlich, aber viele wichtige Dinge eben nicht. Es hilft zu hinterfragen, welche Vorteile sich ergeben oder welche Nachteile man in Kauf nimmt. Im weiteren Verlauf schreibe ich Linux, auch wenn die Erfahrungen "nur" auf Ubuntu basieren, das auf ein Debian Linux aufbaut.

Nach etwa 10 Jahren Windows, nutzte ich Windows und Linux 2 Jahr lang abwechselnd und wählte jeweils im Bootmenu das Betriebssystem. Je nach dem was ich gern tun wollte. So ergaben sich eine Reihe von Problemen. E-Mails und Anwendungen waren nicht immer gleichzeitig verfügbar. Bookmarks, manchmal sogar Dateien auf dem jeweils anderen Betriebssystem, wenn ich sie nicht auf den Hauseigenen Datenserver spielte. Dabei kann Linux auf Windows zugreifen, jedoch nicht umgekehrt. Windows kennt das Linux Filesystem von Haus aus nicht.

Immer öfter entdeckte ich, dass viele Aufgaben auch mit Ubuntu zu bewältigen waren. Auf Windows nutzte ich schon lange Open Office, den Windows Internet Explorer vermied ich aus Sicherheitsgründen so gut es ging. Einzig bei meinen kreativen Tätigkeiten und in der Freizeitgestaltung, dem Spielen, war Windows stets das Maß aller Dinge.

Professionelle Schnittsoftware, Musiktools und grafische Anwendungen wie Photoshop sind hier die Parade Beispiele. Doch auch hier lag, mit der Nutzung von Windows, oft Frust und Ärger in der Luft.

Programmfehler die zu Abstürzen führten waren dank eines sehr aufgeräumten Systems nur selten der Fall. Geschwindigkeitseinbußen durch Fragmentierung oder anderen schwer erklärbaren Windows Phänomenen traten auch nur gelegentlich auf, in der Regel konnte ich diese mit wenigen Handgriffen beseitigen. Allerdings mache ich so etwas auch beruflich. Ein Benutzer der dies nicht zu seinem Hobby erklärt, steht auf verlorenem Posten.
Fehler im Dateisystem bei NTFS durch Abstürze oder Hardwarefehler wie eine defekte Festplatte konnten auch meist behoben werden.
Werbung durch den kostenfreien Virenscanner, Codecs und dergleichen blieben für mich Randerscheinungen. Jedoch nur, weil ich durch aktive Auswahl der entsprechende Optionen, Nebeninstallationen peinlichst genau vermied.
Aufgrund meiner Tätigkeit musste ich jedoch oft auch Anwendungen installieren, die ich selbst nicht nutzen würden. Kommunikations-Software, Systemtools, Treiber und Hersteller CDs installierten regelmäßig unsinnige Dienste und Adware, die von Hand wieder entfernt werden konnten, jedoch nicht immer frei von Rückständen.
Zusammengerechnet ergab sich irgendwann ein Punkt, in der die vielen kleinen Teilprobleme und kleinen Tücken, mir soviel Zeit und Nerven stahlen, dass ich den Schritt wagte.

Ubuntu wurde ohne Windows auf die Festplatte aufgespielt.

Um nicht gänzlich auf Windows Anwendungen zu verzichten, spielte ich auch Wine und VirtualBox in das System ein. Die Installation ist sehr unkompliziert und ermöglicht die Nutzung von Windows Software auf einem Linux Betriebssystem. Wine ermöglicht es Photoshop oder World of Warcraft direkt zu nutzen. Dabei wird die Windows Anwendung einfach in einen speziellen Ordner kopiert, gestartet und mit ein wenig Glück, läuft die Anwendung ohne weiteres nacharbeiten.
Für Anwendungen die stärker von einer Windowsumgebung abhängig sind, kann ich nun VirtualBox starten und habe dort verschiedene Windows Versionen die in einem Fenster laufen.
Man hat also Windows im Linux. Auf meinem PC der nur etwa 600 Euro gekostet hat, spürt man keine Geschwindigkeitsverluste auf Linux Seite und nur in seltenen Fällen ist Windows in der VirtualBox etwas langsamer als normal, wenn man einen direkten Vergleich hat. Der Arbeitsspeicher sollte jedoch groß genug sein.

Ich persönlich bin begeistert, wenn es auch unter Ubuntu Probleme gibt, die ich nicht verschweigen möchte. Doch statt halb garer Lösungen und einfaches abwarten auf einen Hersteller Bugfix, oder Support, kann man die in den meisten Fällen auf die Open Source Community bauen. Und genau hier ist Ubuntu meiner Ansicht klar im Vorteil. Hier die hilfreichsten Communitys
http://ubuntuforums.org [English]
http://help.ubuntu.com/community [English]
http://www.ubuntu-forum.de [Deutsch]
http://ubuntuusers.de [Deutsch]

Durch die OpenSource Community kommen nahezu täglich Korrekturen zu Problemen. Nur selten dauert es länger als 3 Monate, bis ein Problem behoben wird das man auch selbst zu spüren bekam. Dabei handelt es sich nicht um Betriebssystem Probleme, nein auch Updates zu den Anwendungen sind an der Tagesordnung. Sehr bequem lässt man sich so einmal in der Woche, auf Wunsch in kürzeren oder längeren Abständen, bedienen. Die Updates dauern selten länger als 3 Minuten insgesamt und man kann während dessen den Computer uneingeschränkt nutzen, ein Neustart ist nur in sehr seltenen Ausnahmefällen notwendig. In der Regel wenn ein neuer "Kernel" angeboten wird. Der Kernel ist in etwa das Herzstück.

Werbung gibt es keine. Und darüber freue ich mich am meisten. Seit etwas über einem Jahr nutze ich nun Ubuntu, mit Windows in der VirtualBox. Keine unerklärlichen Abstürze, keine nervende Werbung. Keine unsinnigen Dienste und Helferlein, Assistenten oder Erinnerungen die zu den unmöglichsten Zeiten auf ploppen. Und ohne Defragmentierung* oder Tricks und Kniffe startet das System mit gleich bleibend zügiger Geschwindigkeit jeden Morgen.
*Es gibt einen Festplattencheck in regelmäßigen Abständen. Diesen kann man wenn gewünscht selbst timen oder auch abbrechen.

Schwierigkeiten gab es mit dem Audiosystem. Mit Lucid Lynx funktioniert alles, was man für üblich und normal hält. Für den unerfahrenen Benutzer ist dies mehr als ausreichend und funktionell. Für Musiker oder Anwender die spezielle Anforderungen haben, gewöhnungsbedürftig und auch ab und an frustrierend. In den vergangenen 6 Monaten wurden dort zwar schon riesige Fortschritte erzielt, doch man muss ehrlich sagen, das kann noch besser werden. Nicht jede Hardware wird unterstützt und auf 5.1 oder DirectXSound Effektorgien bei Spielen muss man verzichten.

Große Probleme bereiten ATI Grafikkarten, für all jene die auch gerne mal etwas Spielen wollen, oder nicht komplett ohne Komfort und Design leben wollen. Hoffnung gibt es, und auch Ausnahmen, bei denen ATI Grafikkarten ohne Probleme funktionieren.

Windows ist ein wenig wie die Konsumwelt um uns herum. Laut, bunt, hektisch und voller irrationaler Entscheidungen. Vor allem aber ist Windows nur schwer etwas beizubringen. Wenn eine Windows Software etwas nicht kann, muss man etwas anderes kaufen.

Ubuntu ist eher eine Bibliothek. Ruhig, voller Wissen und mitteilsam. Es hat seine Fachgebiete, je nach dem welchen Teil man betritt. So gibt es spezielle Multimedia Versionen oder nüchterne Arbeitsoberflächen ohne Schnörkel. Gespielt wird draußen. Es ist leicht zu erlernen und man kann selbst entscheiden. Dazu ist nahezu jeder Teil frei zugänglich und kostenlos. Und mit Ubuntu, bekommt man nicht nur ein Betriebssystem, sondern eine umfassende und getestete Softwaresammlung.

Für Grafikfetischisten und Menschen die gern ein edles Design bevorzugen gibt es Compiz Fusion. Einen Desktop der den Benutzer direkt in die Zukunft beamt, wovon selbst eingefleischte Mac Fans noch träumen. Hier zeigt Linux was Multitasking ist, aber auch ob der Computer wirklich Leistungsfähig ist. Power braucht es.

Ich bereue den Schritt nicht, auch wenn ich einige Anwendungen von Windows vermisse, für die es noch immer keinen gleichwertigen Ersatz auf Linux gibt. Das sind die Momente wo ich VirtualBox starte und mir ein passende Windows aussuche.

Kopierschutz und Sicherheit. Beides ist bei Windows ein großes Thema mit Fallstricken, Tücken und nicht selten großem Ärger. Bei Ubuntu ist dies kein Thema. Das Sicherheitskonzept macht einen Virenscanner (nahezu) überflüssig und ein Kopierschutz ist mir als Debianpaket, in einer Linux Software, noch nicht begegnet. Eine Firewall wird auch nicht benötigt. Wenn der Benutzer nicht wissentlich Linux aufschließt, ist das System nach außen hin doch gut verschlossen.

Ein Vorurteil besagt, Anfänger sollten kein Linux benutzen. Ich bin anderer Meinung. Wer sich nur wenig mit Computern auskennt, diesen nur wenig benutzt und nur die „einfachen“ Dinge erledigen will – ist mit Ubuntu mehr als gut bedient. Anfänger sind in sicheren Händen. Ubuntu funktioniert, ohne spezielle Kenntnisse, sicher und zuverlässig.
Es erspart vor allem Nase-weise Bekannte, Freunde und Familienmitglieder die Übereifrig jeden Mist installieren ohne an die Folgen abschätzen zu können. Es spart enorm Kosten, schon allein durch die Tatsache dass es nur wenige dieser „angeblich“ Kostenfreien Software in Heften gibt, die allein schon Geld kosten, dann aber noch zu Abo, Update oder kostenpflichtigen Freischaltung drängen. Office Software, Chat, Email Programme, Grafik, Druck, Scanprogramme, Musiksoftware, MP3 Player und vieles mehr sind mit dabei. Was nicht gleich dabei ist kann bequem aus einer Liste nachinstalliert werden, ohne Werbung, ohne langes Suchen im Internet und den daraus resultierenden Gefahren und Fehlversuchen.

Meine Erfahrungen sind durchweg positiv, mit nur winzig kleinen Wehmuts-Tropfen.

FAQ, Fragen und Antworten zu Ubuntu (Linux)

Kosten für Private und Unternehmer?

Ubuntu ist und wird immer Kostenlos sein. Sowohl für die private als auch gewerbliche Nutzung. Dies gilt für den Desktop oder Server Betrieb. Dies gilt auch für die Software die für Ubuntu getestet wurde.
Nur ganz wenige Ausnahmen gibt es, in der eine Software gekauft werden muss. Mir persönlich ist dies bei Linux-Software bisher nur einmal passiert, und zwar für das "deccs" in LinDVD. Hier entstehen kosten weil die DVD Industrie ihren Kopierschutzmechanismus nur Lizenspflichtig weiter gibt.

Ist Ubuntu eine Alternative zu Windows?

Ja. und Ja. Schwierig wird es nur wenn jemand auf bestimmte Software, die es nur für Windows gibt, nicht verzichten kann oder will. Vor allem die neusten Spiele machen hier Umsteigern die Entscheidung bei Windows zu bleiben einfach. Aktuelle Toptitel werden in der Regel nicht ohne weiteres mit Ubuntu funktionieren.
Ubuntu hat keinen App-Shop, Ubuntu hat kostenlos eine leicht zu bedienende Software Bibliothek mit geschätzten 500.000 Programmen zu allen Themen von A - wie Astronomie bis Z - wie ZIP.

Was kann Ubuntu nicht?

Menschen glücklich machen, die ständig neue Soft- und Hardware kaufen wollen.

Was kann Windows nicht?

Menschen das arbeiten mit Computern erleichtern, die nicht das Geld haben sich ständig neue Hard und Software zu kaufen. (Und jemanden der das System pflegt)

Funktioniert meine Hardware mit Linux?

Hier taucht eines der Probleme auf, die sich nur am Anfang einmalig stellen. Ein Fachmann aufzusuchen ist sicher der beste Ratschlag. Sie erkennen ihn daran, dass er hilft und ihnen nicht gleich von Linux ab rät, oder sie damit abspeist zu sagen: „Wenn es nicht auf der Verpackung steht...“
Im Internet bekommt man die Antwort auch. Das Problem ist, das nur wenige Webseiten in Deutschland sich aus „kommerzieller“ Sicht dem Thema nähern. Also hilft nur ein wenig Englisch. (oder hier im Kommentarfeld fragen)
http://ubuntuhcl.org/ ist eine Seite, die in vielen Fällen Auskunft geben kann.
Es gibt noch zahlreiche Probleme, da viele Technologien aus patentrechtlichen Gründen nicht in OpenSource Technik eingefügt werden dürfen, oder der Hersteller dies als nicht wirtschaftlich zurückweist.

Wenn der Fachmann ihre Ausrüstung begutachtet hat und ihnen dann genau sagen kann warum Ubuntu keine Lösung sein wird, dann wird er wohl recht haben und Windows ist für Sie die bessere Wahl.

Funktionieren meine Spiele?

Auch hier gibt es eine englischsprachige Webseite die Auskunft gibt.
http://appdb.winehq.org/ informiert welche Windows Spiele auf Wine funktionieren.
Keine Angst, Wine ist keine Emulation, die Rechenpower der Hardware wird extrem gut genutzt, zum Teil, aufgrund von OpenGL statt DirectX, sogar besser und „Stromsparender“.

Ist Linux sicherer?

Was ist sicher, wäre nun die passende Gegenfrage.
Wenn Sie Ihr Auto nicht im Straßenverkehr fahren, ist es dann auch sicher, sich nicht an zu schnallen?
Es kommt darauf an wie Sie die Technik einsetzen. Ubuntu ist so konzipiert dass sie es ohne zusätzliche Schutzmaßnahmen bedenkenlos einsetzen können.
Wenn Gefahr drohen könnte, werden sie nach ihrem Kennwort gefragt. Grundsätzlich gibt es weniger Interesse daran Linux User mit Viren zu treffen, da die Zielgruppe begrenzt und nicht so homogen, wie die Windows Welt, ist. Heterogene Systeme sind in der Natur üblicherweise auch stabiler.

Welche Software fehlt bei Linux?

Ich nenne sie mal die Klickibunti und die Markensoftware. Niemand käme auf die Idee, Microsoft Outlook in Linux zu suchen. iTunes wird auch weiterhin nicht für Linux zu haben sein. Fuer beides gibt es aber sehr gute Alternativen. Und sie sehen, allen Vorurteilen zum Trotz, nicht hässlich aus. Evolution ist in seiner Funktion fast 100% Identisch zu dem teuren Outlook. Einige Spiele und spezielle Software wie zB Magix Music Maker, werden sie nicht auf Ubuntu bekommen. Und das war es dann schon. Selbst (ältere Versionen von) Sony Vegas * funktioniert mit Wine, auf Ubuntu.

* Nachtrag, die neuere Version von Sony Vegas lief bei mir nicht ohne zicken, ich nutze nun Kdenlive
Siehe dazu auch den Beitrag zur Kdenlive Schnittsoftware.

Wieso gibt es Soft/Hardware „xyz“ nicht auch für Linux?

Dies hat meist patentrechtliche Gründe, Kopierschutz oder Digital Rights Managment gibt es im Prinzip auf Linux nicht. Software für Ubuntu soll frei sein und frei bleiben. Aus diesem Grund gibt es von vielen Firmen die Angst um ihre Gewinne haben, keinen Support und keine Produkte für Linux.

Wie verdienen Firmen Geld an Linux?

In der Regel durch Dienstleistung. Wenn Sie ein Problem haben, dass sie auch mit Hilfe des Internets nicht selbstständig, kosten effektiv lösen können, holen sie jemanden wie mich, oder einen Spezialisten der mal wirklich Ahnung hat und bezahlen ihn.
Wenn Sie einen Wunsch haben, der bisher noch unerfüllt ist durch die vorhandene Software, können sie dies von einem Programmierer erstellen lassen. Nicht zuletzt arbeiten die Firmen selbst mit ihrer erstellten Software und profitieren davon, das auch „Fremde“ ihre Software verbessern oder funktional erweitern können.
Viele Firmen die für Linux programmieren nutzen diese Software selbst und geben diese an die Open Source Community, damit diese weiterentwickelt und getestet werden kann.

Zusammenfassung

Objektive Vorteile von Linux:
- Freie Software ohne nervige Werbung.
- Installationen die vernünftig Vorkonfiguriert sind.
- Kostenfreies Homeoffice, inklusive sehr guter alternative zu Outlook Terminplaner.
- Virenscanner oder Firewall sind so gut wie unnötig.
- Updates aller (Ubuntu) Programm Pakete, einschließlich des Betriebssystems
laufen vollautomatisch - idR ohne - den Computer zu blockieren!
- Viele Windows Programme funktionieren auch mit Ubuntu. (Wine)
- Mit einem virtuellen Computer auf Linux kann auch Windows gleichzeitig laufen.
- Sehr variable Einstellungsmöglichkeiten der Bedienung und des Aussehens.
- Backupsoftware kostenlos und einfach in der Bedienung. (grsync)

Subjektive Vorteile:
- Auch nach langer Anwendungszeit keine Abstürze oder Verlangsamung des Rechners.
- Einfacher in der Bedienung.
- Übersichtlicher
- Es werden weniger Spiele und Zeitschriften mit Software gekauft.
- Es wird insgesamt weniger Geld für den Computer ausgegeben.

Objektive Nachteile:
- Weniger Auswahl in Soft und Hardware.
- Neuste Computerspiele meist nur auf Windows Verfügbar.
- Nicht jede Hardware wird vollständig unterstüzt
- Weniger Nutzer im Bekanntenkreis, um Probleme zu erörtern ! (wichtig!)

Subjektive Nachteile:
- Umgewöhnung

Windows Programme in Wine
Wine ist keine Emulation, sondern ein rudimentäres Windows im Linux. Dabei spielt es keine Rolle ob XP, Vista oder Windows 2000, vielmehr ist entscheidend wie stark eine Software Windows eigene Ressourcen nutzt. Eine gut programmierte, autarke Anwendung auf Windows, läuft auch auf Linux stabil und schnell.
Dabei kann die Windows Anwendung auch ganz normal auf die Hardware zugreifen.
Es fehlt jedoch, zum Beispiel DirectX Grafik Features(zum Spielen), dies wird zB durch OpenGL ersetzt.
Daraus ergeben sich wieder – Vor und Nachteile.
.net oder visual c++ können über "Winetricks" nachgerüstet werden.

Virtueller Computer, VirtualBox
Sie können in einem Fenster oder Vollbildmodus, ein komplettes Windows installieren.
Virtualbox unterstützt keine 5.1 Soundkarte und bietet auch keine hochwertige 3D Grafikkarte für Spiele.


Das Original Logo von Ubuntu.

Faustformel für den Heimanwender:

Die neusten Spiele, die neuste Hardware & die Microsoft Produktpalette = Windows
Für alles andere kann man ruhig mal ein Blick auf Linux werfen, es könnte sich lohnen.

Das Fazit bleibt: Man kann mit beidem Leben.
Linux ist kein Zaubermittel um alle Menschen glücklich zu machen und Windows ist bei weitem nicht so unkompliziert.

Der dickste Minus Punkt für Linux ist, es gibt noch nicht genügend Menschen die es benutzen. Es ist jedoch denkbar das in naher Zukunft der Anteil der Linux Nutzer eine "kritische" Masse erreicht. Ein klein wenig erinnert diese Entwicklung an die der regenerativen Energie Nutzungstechnologien und auch die Elektro Automobile. Nur wenige wagen den Sprung von einem alten ausgedienten System zu etwas Neuem.

Der dickste Minus Punkt bei Windows ist die Benutzer feindliche Umgebung.
Jeder Softwarehersteller kocht sein eigenes Süppchen und hält seine Software für die einzig wichtige. Alles wird doppelt und dreifach installiert, Ressourcen verschwendet und nervige Assistenten, Werbepop-ups oder Toolbars sind für den Laien nicht zu beherrschen. Jeder 5 Anwendung birgt die Gefahr einer Hintertür für Trojaner, Viren, Würmer und andere Schadsoftware.

Mit anwenderfreundlichen Grüßen,
yours truly