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Weils gesünder ist...

 

Vor wenigen Tagen beobachtete ich, während ich an der Tankstelle mein Auto mit Sprit auffüllte, eine Frau aus ihrem Mittelklasse Wagen steigen.
Sie öffnete den Tankdeckel und vollzog die gleiche, bekannte, Prozedur. Ein kleines Kind stieg während dessen aus ihrem Wagen und schaut neugierig auf den Tankstutzen. Der Knirps nahm die kreisrunde Öffnung des Automobils ganz genau in Augenschein. Vermutlich wartete er begierig auf die automatische Abschaltung, dem ein Glucksen vorweg geht. Mich faszinierte diese Technik als kleines Kind genauso, dachte ich im Stillen.

Bei mir floss das Benzin reichlich, der Tank war fast leer gewesen. Schwaden von Benzindämpfen kamen mir entgegen und ich trat einen Schritt zurück. Mein Blick fiel wieder an meiner Tanksäule vorbei, auf den kleinen Jungen. Dann fokussierte ich wieder ein wenig näher zu meiner Zapfsäule und ein Aufkleber in Orange schockte mich.

Schwarzer Fisch, Bauch oben, Mund offen. UmweltgefährlichEin Begleittext warnte vor den Dämpfen.

Ich gebe zu, ich hatte nicht genügend Zivilcourage die Aufsichtsperson, vermutlich Mutter, darauf anzusprechen, dass ihr Sohn gerade eine volle Ladung dieser Gehirnaufweichenenden Substanzen einatmete. Der Kopf des Jungens reichte gerade mit der Nase über den Tankdeckel hinaus. Ich zögerte, ich hatte diese Dämpfe ja schon oft gerochen. Hatte es mir geschadet? Wieviel verträgt ein Mensch? Ist es das gleiche Lotto Spiel mit dem Krebs wie beim Rauchen?

SchnupperkursWenn ich Autobahn fahren muss, in meinem kleinen Opel Corsa, komme ich an manchem LKW vorbei. Noch immer sind nicht alle mit Rußfiltern ausgerüstet. Viele stinken scheußlich. Doch das sind nur die Gefahren, die offensichtlich sind. Die gesamte Autobahn und auch die Innenstädte sind ein Schnupperkurs der besonderen Art. Denn was dort hinten aus den Autos kommt, ist noch immer nicht gesund. Trotz des Katalysators und der Filters, Autoabgase sind ein toxisches Gemisch. Aldehyde, Benzole und natürlich das tödliche Kohlenmonoxid, sind eine Gefahr für uns.

Wer dicht auffährt, sich im Stau aufhält, täglich auf der Autobahn fährt, nimmt den Geruch meist schon gar nicht mehr wahr. Die Gesundheit leidet, der Mensch wird krank. Der aromatische Geruch an der Zapfsäule wird zum Gehirnzellen Killer. Die Klimaanlage und Belüftung im Auto zu einer Dauerberieselung mit den Abgasen unserer Mitmenschen. Der Katalysator hat den Gestank entfernt, nicht aber die Gefahr. So gesehen ist der Katalysator selbst eine Gefahr, denn er verharmlost und täuscht.

Es wird langsam Zeit sein Gehirn wieder ein zu schalten und den Zapfhahn weg zu hängen. Für die nächste Gelegenheit nehme ich mir fest vor, etwas mehr Zivilcourage zu zeigen und Eltern auf die Risiken hinzuweisen wenn Kinder am Zapfhahn stehen.


Mit frischen Grüßen,
yt

 

FYI, Andere Webseiten, im Internet, zu diesem Thema:

http://www.klassenarbeiten.de/referate/chemie/autoabgase/autoabgase_69.htm
http://www.s1-bim.at/gesundheit.htm