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ScriptKidz | Wenn das Blog-Log überquillt

candy: 

Viren, Trojaner, Schadsoftware - Warum trifft es immer mich?

»Warum bekomme ich ständig Viren, Trojaner, eMail Spam und meine Rechner ist öfter in Reparatur als ich ihn nutze?«

Da wundert sich der Laie, warum es ausgerechnet immer ihn erwischt. Das kann, wenn auch nicht hundert prozentig, auf einen einfachen Punkt gebracht etwa so umschrieben werden:

Das schwächste Tier aus der Herde wird gerissen.

Wir Menschen sind in der Regel gewohnt in der Herde mit zu laufen. Der Nachteil einer Herde ist, das bei vielen Tieren auch immer ein schwaches Tier dabei ist. Die große Herde im Internet besteht aus Windows Computern. Junge, alte, gepflegte, ungepflegte und auch defekte Betriebssysteme. Windows 98, NT, 2000, ME, XP, Vista, 7. Insgesamt gibt es über 150 verschiedene Versionen.

Ein erfundenes Beispiel aus dem Alltag:

Ein schlecht beleuchteter Fahrradparkplatz, ist für Kriminelle ein lohnendes Ziel. Dort besteht viel Auswahl zwischen, verschiedenen Modellen. Ab einer gewissen Menge von Fahrrädern ist, statistisch gesehen, eines davon überhaupt nicht gesichert. Denn wir Menschen sind vergesslich und so muss der Dieb nicht einmal Fachkenntnisse besitzen um es mit zu nehmen.

Wie sieht das bei Computern aus?

Angriffe aus dem Internet werden in der Regel automatisiert durchgeführt. Anders als im Fernsehen oder Kino gezeigt, sitzt nicht ein Super-Krimineller vor dem Monitor und tanzt zu cooler Musik während er in einer »Computersprache« nach Sicherheitslücken sucht. Das ist dann doch eher Quatsch. Vielmehr ist es so, dass kriminelle Personen ein Programm, eine Software kaufen oder aus dubiosen Quellen bekommen, die die schmutzige Arbeit für sie erledigen.

Diese Software kann in wenigen Minuten tausende Computer nach verschiedenen bekannten Sicherheitslücken untersuchen. Individuelle Einbrüche oder das gezielte ausspionieren eines bestimmten Computers, ist äußerst selten.

Etwas Konkreter kann man sich das so vorstellen:

Daheim, in aller Seelenruhe, wird ein häufig verwendetes Fahrradschloss analysiert und eine Schwachstelle wird gefunden. Mit einem Zahnstocher schafft es der Kriminelle ein Schloss zu öffnen. Kurze Tests ergeben, dass auch einige andere Schlösser gleichen Typs auf diese Weise geöffnet werden können.

Der Kriminelle wird nun eine Karte mit allen beliebten Fahrradparkplätzen erstellen und mit kleinen Fähnchen markieren. Nun schickt der Fahrraddieb eine dressierte Affenbande los, die nichts anderes kann als, an egal welchem Fahrradschloss diesen Trick aus zu probieren.

Es wird sich zeigen, die meisten Fahrräder besitzen ein ganz anderes Schloss. Aber wenn nur die Anzahl der Versuche nur groß genug ist, werden sich mit der Zeit genügend Fahrräder öffnen lassen. Einige werden aber auch nur beschädigt. Den dressierten Affen ist das vollkommen egal. Sie nehmen einfach alles mit, was nach dem Zahnstocher-Trick beweglich ist.

Daraus lässt sich folgendes Schlussfolgern:

Wer offensichtlich ein Schloss benutzt, das sehr viele andere auch benutzen, wird zu der Menge der lohnenswerten Ziele gehören. Wer sein Fahrrad dort abstellt wo viele andere stehen, fällt mit unter die lohnenswerten Ziele.

Die Herde bietet auch Schutz

Wer mit läuft sollte dicht bei der Herde bleiben und ganz aktuell die Richtung verfolgen und auch öfter mal das Fahrradschloss ausstauschen. Übertragen heißt dies, Updates und Sicherheitsaktualisierungen mitmachen, die Regeln der Herde befolgen. Vor allem aber hilft es, sich durch soziale Interaktion, mit anderen aus der Herde, auf mögliche Gefahren hinweisen zu lassen. Dies gilt im übrigen auch für Pinguine ;) (Linux)


 

Mit metaphorischen Grüßen,
yt

Kommentare

.. für diese frühlingsblumige Beschreibung. =)
Wahrscheinlich ist es mein Glück, dass meine 20 Artikel zu der Marke nicht so viele Bananen enthielten um die Aufmerksamkeit der Affen zu erwecken. Und dazu vielleicht mein intuitives, technisches "Uptodate-Sein".

Also wird mein Motto 2012:
Sei technisch in der Herde und versuche inhaltlich selbst zu sein..