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Konsum ohne Reue | Qualität erfahren

Einkaufen kann Spass machen. Zum Beispiel kann man sich selbst auferlegen, alles zu kaufen wonach einem gerade ist, aber mal zur Abwechslung einen Monat lang auf Hefextrakt, Glutamat, Geschmacksverstärker, Zucker, Fleischanteile (nicht das Fleisch selbst) und die breüchtigen „E“s verzichten.

Mit jedem Einkauf hat man selbst die Wahl, die Verantwortung für sich selbst zu entdecken, auf das Kleingedruckte zu achten oder auf Politiker, Gesetzgeber und die Nahrungsdesigner zu vertrauen. Doch wie soll man unterscheiden ob Nahrung ein qualitativ hochwertig verarbeitetes Naturprodukt ist oder eher ein Laborexperiment?

Reflexartiges Fressverhalten
Glutamat, Hefextrakte oder Geschmacksverstärker – im Prinzip sollen sie uns vortäuschen, eine Nahrung sei Qualitativ hochwertig und Nahrhaft. Diese Stoffe täuschen im Prinzip den Körper, wenn sie als Ergänzung zugegeben werden, denn in dem was wir gerade Essen wäre der natürliche Anteil geringer.

Wir kennen das Phänomen vom gemeinen Kartoffelchip. Selbst wenn man Pappsatt gegessen auf die Couch fällt, ein Kartoffelchip geht immer noch rein. Beim Kartoffelchip ist es die Kombination aus Fetten und Salzen, oft noch dazu Gewürze, Zucker und Geschmacksverstärker. Mit dem Essen von dieser Fett Salz Zucker Kombination setzt bei dem Menschen ein uralter Reflex ein, der Reflex vor zu sorgen, für schlechte Zeiten.

Wir verlieren ein wenig die Kontrolle, lassen uns gehen und … HILFEEE ICH BIN DICK!
Zum Glück läuft das nicht immer so. Aber manch eine(r) hat damit zu kämpfen. Dazu folgender Tip: Niemals mit leerem Magen einkaufen gehen! & Bewusst einkaufen wie hier beschrieben.

Glutamate, Hefextrakte
Mit Glutamat verbinden viele die chinesische Süß Saure Sauce aus dem Schnellbeschiss DrivebyFood Lieferanten. Tatsächlich erfand ein Japaner den Geschmacksverstärker und das schon vor Hundert Jahren. Doch was viele nicht bedenken, egal ob Hefextrakte, natürliche Hefextrakte oder Glutamate – es ist alles eine Suppe und Sie müssen diese auslöffeln. Man beraubt sich selbst des natürlichen Geschmacksempfindens. Es wird immer schwerer Speisen angemessen zu beurteilen wenn unser Empfinden nur noch auf Geschmacksverstärker und Fett geeicht ist. Sehr problematisch wird es bei suggestivem Geschmacksempfinden aufgrund von Werbebotschaften. Doch zurück zur Qualität.

Bitter, Fetthaltig, Salzig, Sauer, Süß und Umami erkennen unsere Geschmacksnerven, aus heutiger Sicht der Wissenschaft. Wenn wir diese "Zusatzstoffe" zu unserem Essen geben, wird es immer schwerer für uns die eigentliche Qualität der Nahrung „heraus zu schmecken“. Unsere Sinneszellen können danach gutes Fleisch von „qualitativ minderwertigem“ Fleisch nicht mehr unterscheiden. Gemüse schmeckt immer gleich, Käse, ja selbst Hühnchen kann wie Fisch schmecken. Achten sie einmal darauf, im Kühlregale bei "Fisch Snacks". Nicht selten wird statt dem teuren und verderblichen Meeresfleisch einfach Huhn aus der Massentierhaltung beigemengt.

Langsam aber sicher kann man so den Menschen daran gewöhnen auf einer gewürzten Speisekarte herum zu kauen oder rabattierte Nahrungsmittelergänzung-Versorgungsmarken ab zu lecken. Doch genauso schnell kann der Mensch sich um-gewöhnen. Nach nur wenigen Tagen ohne künstliche Aromen, Geschmacksverstärker und „E“s kann sich das Geschmacksempfinden und auch das Geruchsempfinden sensibilisieren. In einigen Fällen können auch Hautprobleme o. Allergien verschwinden, denn für Kombinationen mit diesen Zusatzstoffen gibt es bekannte Kreuzallergien.

Bekannte Allergien auf die "E"s sind zum Beispiel bei den Farbstoffen ist E123 Amaranth oder bei den Konservierungsstoffen E214 bis E218 (p-Hydroxybenzoesäureester Varianten). Weiterhin gibt es bei den mit "E" deklarierten Zusatzstoffen Antioxidantien, Süßstoffe, Emulgatoren u. Aromastoffe die ebenso eine Unverträglichkeit hervorrufen können. Bei Aromen kommt erschwerend hinzu dass nicht alle Kennzeichnungspflichtig sind.

Kochen, Braten, Brutzeln oder mal was in die Pfanne hauen. Wer selber kocht, kann nicht nur andere damit beeindrucken, man kann sich damit auch selbst bereichern. Doch alles beginnt mit dem bewussten Einkaufen.

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