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Wie siehst du Menschen?

Ein kleiner Gedanke zu folgendem Artikel: https://www.huffingtonpost.com/entry/instagram-influencers-beauty_us_5aa13616e4b002df2c6163bc

Der erste Eindruck ist der Entscheidende. Es gibt kein zurück nach dem ersten Eindruck.
Ein Bruchteil einer Sekunde und schon ist das Urteil gefällt.

Zu dick. Zu dünn. Grobe Haut. Schiefe Zähne. Große Nase. Abstehende Ohren …

Ideale der äusserlichen Erscheinung werden wohl am stärksten durch Medien suggeriert. Doch die schönen Menschen in den Medien sind nur eine Seite einer gewichtigen Medaille.
“Die Schönen” können sich glücklich schätzen. Was aber ist mit den Darstellern, die ein Klischee zementieren. Mit jedem äußerlichen Makel wird oft auch eine Charaktereigenschaft assoziiert.

Vom einfältigen dicken Trottel, den in Lumpen gekleideten armen Menschen, den schiefzähnigen gemeinen Schurken, den engstirnigen verbitterten Alten. In der Literatur sind die Adjektive der Klischees fester Bestandteil.

Ich habe jedes mal einen heiden Resepekt vor den Schauspielern, die sich, ihr Aussehen, ihre “Visage”, “Hackfresse”, “Haken-Nase”, “Hasenscharte”, ihre Unzulänglichkeiten zur Darstellung, zur Schaustellung hergeben. Die sich entblößen und allein ihr Erscheinungsbild scheinbar Bände spricht. Doch wer glaubt, sie führen sich selbst vor, der irrt. Sie führen uns unsere eigenen Vorurteile vor.

Ich habe hochachtung vor den Menschen die uns mit ihrem Schauspiel, von der Natur des Menschen berichten. Uns zum Nachdenken anregen und uns das zeigen, was wir in unserem kurzen Leben selbst gar nicht erfahren würden. Es ist eine Gemeinschaftsleistung aus Castingagentur, Regisseur, Requisite, Maske, Drehbuch … der gesamten Filmcrew und der Vorbereitung uns einen Spiegel vorzuhalten.

Mit den “Schönen” verhält es sich für mich auch so.
Das blonde dummchen, Hübsch ohne IQ, usw. auch diese Klischees helfen uns, Geschichten zu “verdichten”, zu einer Dichtung.

Und das hat einen Grund. Das hat eine Ursache. Da gibt es reale Parallelen. Klischees sind auch nur Schubladen. Wir haben halt nur ein Leben. Unser eigenes. Das eines anderen erfahren wir nur durch “Erzählungen”. Ich hoffe ich konnte meinen Gedanken in dieser stark verkürzten Form so anreißen, dass er verständlich wird. Ich hoffe diese Anregung hilft dabei mal ganz bewusst die Klischees in Filmen oder in der Literatur wahrzunehmen und zu beobachten.

Wie siehst deine Mitmenschen?