Schnell-Hilfe | DIY Mukke für Kacknoobs (wie mich)

Musik am Computer selber machen? Wo fängt man da an zu erklären?
(Dieser Artikel ist noch in Bearbeitung kann sich im Verlauf der Zeit verändern ...)

 

Ich wurde von meinem Sandkastenfreund gefragt, welche Software er nehmen soll. Magix Music Maker hätte er ausprobiert,  sagt er mir, aber da sei ja schon alles fertig vorgegeben, das sei ja doof. Und er hat ein USB Master Keyboard, von Thoman, und fragt was für Software dafür benötigt wird.

Das Problem eine "Erklärung" zu finden für seine "Problemchen" ist grundsätzlich dass, ich weiß nicht was der Fragende „nicht weiß“. Aus diesem Grund fang ich "einfach" und möglichst von vorn an. Und weil ich vermute, dass es noch mehr Menschen mit "ähnlichen" Fragezeichen über dem Kopf gibt, schreib ich meine Erfahrungswerte und Meinung dazu hier auf.

Ein „Master-Keyboard“ (USB Keyboard / Midi Keyboard) ist vorhanden? Super. Spezielle Software wird dazu (in der Regel) NICHT benötigt. Ein Midi / USB Masterkeyboard am USB Anschluss ist ähnlich einer Maus oder Tastatur. Wenn es kein HyperHyper SupaDupa Dingsbumms mit beleuchteten Tasten, Touchpad-Ribbonwheels ist – kommt Windows (Mac oder Linux) prima damit klar. Zumindest die Standardfunktionen sollten ohne zusätzlich Treiber möglich sein. Es verkompliziert auch unnötig jede Erklärung, wenn da noch spezielle Treiber notwendig wären.

Ich hab mein Miniwinzwanz Keyboard (so groß wie zwei Zigarettenschachteln) mal angeschlossen um zu zeigen wie Windows (10) die Sache sieht.

Windows 10 USB Masterkeyboard Midikeyboard Musik Maker Software
Ich selbst nutze kein Windows, sondern Linux. Das ist ein Windows im Fenster der VM Ware.
Spielt aber keine Rolle. Irgendwas sollte bei euch angezeigt werden. Irgendwas ähnliches wie
zum Beispiel eine Klaviatur, Drumpads oder was weiß ich.

Linux Musik Masterkeyboard USB Software Midi
Hier ein Screenshot wie echte NERDS ihr Masterkeyboard auf Linux erkennen.
Wir hören auch keine Musik, wir parsen die Partitur.

NanoKey ist mein Keyboard. Hat schwarze und Weiße Tasten. Wenn man drauf drückt passiert genau „GAR NICHTS“. Kein Pieps kein Pups, keine Hupe. Was fehlt ist ein Klavier (Ein Klavier, Klavier Mutter wir danken dir!)

Siehe hierzu folgenden Loriot Sketch:
https://youtu.be/Lbz5sy8jPXA (Loriot, Sketch Mutters Klavier ... )

 

Also was fehlt ist eine eine „Musik Software“. Sobald wir einen „Midi Synthesizer“ installiert haben, wird unsere Klaviatur die Soundkarte zum Leben erwecken. Bis dahin stehen wir jedoch vor der Qual der Wahl.

Welche Software soll es sein?

Die populärsten Musik Studios im Computer werden vermutlich mit einer der folgenden Software betrieben:


Avid Pro-Tools

http://www.avid.com/DE/products/family/Pro-Tools
https://de.wikipedia.org/wiki/Pro_Tools
Demo Download http://apps.avid.com/protoolsfirst/de/


Steinberg Cubase

http://www.steinberg.net/de/products/cubase/start.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Cubase
Demo Download - http://www.heise.de/download/cubase.html


Apple Logic-Pro

http://www.apple.com/de/logic-pro/ (Nur Mac OSX)
https://de.wikipedia.org/wiki/Logic_Pro (Nur Mac OSX)


Das sind, meiner Ansicht, die drei Platzhirsche, ohne spezielle Reihenfolge, in der professionellen Sparte für Studiomusiker. Aber auch Amateure oder interessierte können den Einstieg in die Musik darüber finden.

Indipendent Künstler, Amateure, Semiprofessionelle, aber auch kleine Studios und Musiker nutzen manchmal auch weniger bekannte Software, wie zum Beispiel:

Tracktion
https://www.tracktion.com/products/t4-daw

lmms
https://lmms.io/

Magix Music Maker
http://www.magix.com/de/


Schaut euch alle Webseiten in Ruhe an und dann stellt ihr fest, huch, die sind sich ja alle verdammt ähnlich. Zumindest vom Aussehen. Mag daran liegen, das alle den gleichen Zweck erfüllen können.

Mit jeder Software die ich nannte, ließe sich jedes mir bekannte Musikstück annähernd so nach produzieren, dass ein Laie den Unterschied vielleicht nicht mehr erkennen würde. Keine der Musiksoftware die ich kenne schränkt den Nutzer ein, so dass sich „alles gleich anhören“ würde. Alle genannten können sowohl Softwaresynthesizer, Effektgeräte als auch Sample Sounds nutzen und eine „Midiklaviatur“ oder ein ähnliches Instrument, einbinden.

Ich will mal an einem Beispiel von Magix Music Maker zeigen, wie eine "Arbeit" mit einer Musik Software aussehen kann. Ich nehme diese Software, weil sie "relativ" günstig ist.
Weil sie auf Windows zu haben ist und auch "Einsteigerfreundlich". Sie bietet eine Fülle von vorgegebenen "Sounds" und "Effekten" sowie einer Oberfläche die durch ihre Visualisierung verdeutlicht wie die Instrumente und Sounds verändert werden können. MM17 funktioniert auf Linux / Wine (WineHQ Status "Platin").

Das Nano-winzig-Minikeyboard im Größenvergleich zur Tastatur

Ich kann ohnehin kein Klavier spielen,
noch mehr schwarze und weiße Tasten würden mich nur verwirren.

 

Doch bevor wir mit „Software“ beginnen, ein wenig Basis Wissen. :/ BÄH lernen ! oO

Software Synthesizer

Es gibt kaufbare und kostenlose Softwaresynthesizer und Effekte. Diese „Synthies“ sind in kleinen Dateien verpackt mit der Datei-Namen Endung [name].vst

https://de.wikipedia.org/wiki/Virtual_Studio_Technology

Es gibt richtig gute kostenlose und richtig schlechte und natürlich Downloads die nur Viren enthalten. Wo und wie man die guten bekommt, später mal. Wichtig ist nur, jede (vernünftige) Musik Software lässt sich durch .vst Dateien zu einem wahnsinns Orchester erweitern. Soundfrickeln kann dabei richtig viel Spass machen.

Synthies und deren Effekte sind dann per Klaviatur, deine USB Thomann Klaviatur, ansteuerbar, Spielbar, wie ein echtes Instrument. Es sind virtuelle Instrumente.

Klavier, Oboe, Saxophon, Bongos, Sphärische Klänge, Wellenformen, Gitarren, Bass, Percussions, Vocals, einfach alles kann ein vst Gerät sein. VST Geräte lassen sich wie die echten Hardware Geräte ansteuern und benutzen, nur als Türstopper sind sie nicht zu gebrauchen, es sei denn man legt die Festplatte in den Türrahmen.

 

O.K. von OKAY, find ich heute noch Okay, damals war es das aller schönste.
Und natürlich das Tanzen. (1988 O.K. https://youtu.be/OdaNgioIEhY )


Lange bevor es Smartphones und das iPad gab, wurden Samples mit
Hardwaresamplern, Bandmaschinen oder vom Plattenteller in die Musik gemischt.

Aus dem Telefongespräch mit meinem Freund meine ich heraus gehört zu haben dass, nicht klar ist wie man in einer Musik Software nun richtig Noten spielt oder ein Schlagzeug Rhythmus mit virtuellen Midi Geräten erstellt. Häufig werden bei Magix Music Maker nur die Samples als fertige Blöcke betrachtet.

Der Unterschied zwischen Midi Daten und Sample Sounds

Samples

Ein Sample Sound ist zum Beispiel eine Tonbandaufnahme einer Sängerin, ein Zitat, ein Sprachfetzen. Im Lied oben von O.K. hört man ganz viele tolle Samples. Ein Sample kann aber auch ein ganzer Chor sein. Oder ein ganzes Orchester das ein Stück spielt. Ein Sample ist für sich genommen eine komplette Tonaufnahme. Ein Sample kann als WAV Datei, AIFF oder mp3 vorliegen, je nach Software in verschiedenen Dateiformate. Aber allen gemeinsam ist, es gibt keine Noten im Sample. Keine Partitur, keine Angaben über die Geschwindigkeit in BPM oder die Tonhöhe.

Man kann aussen ein Etikett an heften, das Sample ist mit 120BPM in Tonhöhe C# aufgenommen, aber in der Datei selbst steht das nirgends geschrieben. Samples sind also kleine Aufnahmefetzen. Die geschickt geschnitten, in Wiederholung, als Loop gespielt werden können. Samples haben eine Frequenz und eine Bitrate. Aber keine Note und kein Tempo.

Midi

Ganz anders sind (waren) Mididaten.

https://de.wikipedia.org/wiki/Musical_Instrument_Digital_Interface

Wird ein Taste gedrückt, auf der Klaviatur, bekommt der Computer in etwa folgende Mittleiung und zeichnet diese wenn gewünsch auf:

MIDI-Kanal 4 - Note on 128 – Velocity 64 – Pitchbend 0 – Panorama 64 – Note off 128

Hui toll. Aber wie klingt das jetzt? Weiss der Midi Controller nicht. Weiss das Master-Keyboard nicht und weiss der Computer auch nicht. Wenn man nur die Midi Daten anschaut – weiss man wie gespielt, vielleicht hat man eine Ahnung was gespielt wird, aber nicht welches Instrument, was zu hören sein wird.

Es gibt zwar General Midi Synths, eine Standardbelegung von Sounds der Midi Kanäle, aber die können völlig falsch sein. Der einzige der weiß was wirklich gespielt wird, bist du!

Du must jedem Midi Kanal ein Instrument zuordnen. Midi ist damit quasi, in etwa, aber nicht ganz, wie das Gegenteil zu einem Samplesound. Soweit mitgekommen?

Dauert nicht mehr lang, gleich gehts los!

Weiter unten folgt ein konkretes Beispiel, anhand Magix Music Maker – Danach macht es bei dir hoffentlich (nochmal) so richtig „Klick“ und diese Botschaft wird dann ankommen. Das sind quasi die BASICS , die Grundlagen des virtuellen Studios. (Deswegen hoffe ich, hab ich nicht vollkommen Müll geschwafelt irgendwo). Bitte, es soll sich niemand genötigt fühlen MusicMaker zu kaufen. Alle anderen genannten Programme sind auch super! MM hat bei mir pers. zB das Problem häufiger Abstürze. Deswegen möchte ich es gar nicht unbedingt empfehlen. Ich werde mir demnächst (in ein zwei Monaten) Tracktion genauer anschauen. Das interessiert mich zB auch sehr. Zurück zum Thema.

Midi ist kein Sample. Ein Sample hat keine Mididaten. Midi kann man nutzen um per Software o. Hardware Sampler, Samplesounds als Instrument zu spielen. 

Alle Klarheiten beseitigt?

Gimme a beat!
Neneh Cherry, ein wahnsinns geiler Beat. https://youtu.be/2wt-ycT_4wg


Hat meine Jugend ganz entscheidend geprägt, dieser Sound.
...was ein albernes Gehopse :D

 

Beispiel und erste Schritte – Sample und Midi Bla

Damit wir über etwas reden können, ohne aneinander vorbeizureden, muss ich ein „gemeinsames“ deutlich erkennbares Thema als Beispiel wählen. Danach wird auch deutlich, wie eigene Ideen konzeptionell gestaltet werden können. Bitte bleibt für alles und jeden Stil offen, denn es spielt keine Rolle, ob ich einen Beat, ein Riff, Gesang oder Klavier nehme. Es ist egal ob Hip Hop, Metal, Jazz, Pop oder DubStep. Alles ist Musik. Für die Erklärung ist auch alles austauschbar, dieser Weg funktioniert in fast jeder Musiksoftware, mit jedem Thema, Musikrichtung und mit jedem Beat so oder ähnlich.


Ich hab mir aus dem obigen Song ein Stück des Rhythmus herausgeschnitten, in Audacity bearbeitet und ein Stück davon selektiert, als WAV exportiert und in MM (Music Maker) geladen.

Mit dem Ziel, ich will den Rhythmus nachspielen.

 


Audacity ist eine kostenlose Audiobearbeitungssoftware und eine wirklich gute.

Audacity ist ein kostenloses Audio – Bearbeitungswerkzeug. Es kann so ziemliches alles an „Klangdateien“ bearbeiten und fast jeden Effekt erzeugen. Es ist geeignet zur Mehrspuraufnahme und vieles mehr. Ein kostenpflichtiges, ähnliches Werkzeug heißt zB Wavelab von Steinberg.

Ich habe mir aus dem Video nur die vier Takte reinen Schlagzeugs kopiert. In Audacity kann man in die Welleformen reinzoomen mit der Lupe, ein Auswahl mit der Maus markieren, und mit Shift+Space Taste den Loop hören. Oder Shift+Klick auf die Play Taste.

[Bla Gesülze nicht wichtig]
Das Urheberrecht ist sehr kompliziert und auch "Vervielfältigungsrechte", "Veröffentlichungsrechte" und was weiß ich für Rechte muss man als "Künstler" heutzutage berücksichtigen, wenn man das "kommerzialisierte" Werk eines anderen Künstlers auch nur anschaut.
https://de.wikipedia.org/wiki/Musikwerk_(Urheberrecht)
https://openjur.de/u/623989.html

Nicht schutzfähig sind einzelne Töne, akustische Signale, Akkorde, Pausenzeichen, ein Rhythmus [*1]  oder eine bestimmte Harmonie. Töne und Akkorde müssen im Interesse der Allgemeinheit frei bleiben, andernfalls würde es zu einer inakzeptablen Behinderung schöpferischen Schaffens kommen. (siehe Wikipedia) [*¹ Vorsicht bei einer aufgenommenen „Schlagzugsequenz“!]

Alles in allem scheint es mir so, als seien Künstler schon so weit eingeschränkt wenn sie sich mit Werken anderer Künstler auseinandersetzen, dass sie ohne größeren Verlag und Anwalt kaum noch durchs Leben kommen. Mich kotzt das alles an - ich selbst wünsche für mich selbst niemals derart engstirnig, egozentrisch, überheblich, anmaßend, rechthaberisch, gierig und geizig zu werden, dass ich jemand anderem Untersage meine "Schöpfung" / mein "Werk" oder was auch immer - für was auch immer zu benutzen. Es nimmt mir ja keiner was weg. Es sei denn, er würde seinerseits behaupten, es wäre sein Werk und jedwede Nutzung untersagen. Dann wäre da auch aus meiner Sicht ein Konflikt. Egal, zurück zum Thema.

Mukke machen mit Magics Music Maker


Der ausgeschnittene Beat, in MusikMaker importiert.

"Huch! Mein Music Maker sieht ganz anders aus!" - sollte das der Fall sein, die Schaltfläche die Blau leuchtet klicken. Easy Mode off! Ist reine Platzverschwendung.

Ich habe das Audio Sample, den „geschnittenen Beat“, einfach in Music Maker geladen. Dazu drücke ich Taste "f" - wie "Filemanager", suche in den Ordnern meiner Festplatte das Sample und schiebe dass dann einfach zu oberst in die erste Spur. Die Software errechnete 107.10 BPM , das ist unschön. Ich ändere das auf 108, weil ich gern gerade Zahlen mag. Einfach so :)

Unten in der Programmeinstellung, ändere ich die BPM auf 108 für das gesamte Arrangement. 


Und oben nochmal für das Sample selbst. (update: ich glaub das war ein Fehler, ich check das noch mal.) Rechtsklick auf das Sample, und Tempo & Pitch - Timestretch und Pitchshift auswählen. Nachdem ich mit dem Loop hörbar zufrieden bin, will ich jetzt mal den Unterschied zeigen. Was getan werden muss, damit der Rhythmus veränderbar und zu einer „Midi“ Spur wird.

Ist natürlich ganz einfach, wir brauchen ein Instrument, ein Schlagzeug, und müssen den Rhythmus in einer separaten Midi Spur nachspielen.

Doch zuvor kommt dein "Master Keyboard" ins Spiel!

Unter File – Settings – Programm Settings, den Reiter „Audio / Midi“ öffnen.


Unter "Input Device:" sollte dein "USB Keyboard" zu sehen sein.
Den Reiter kann man aufklappen und vorhandene Geräte auswählen.
Das Gerät sollte am besten vor dem Start der Software angeschlossen sein.

Wenn das Keyboard vor dem Start der Software eingestöpselt war, sollte nun als Input Device, dein Midi Keyboard auswählbar sein. Das funktioniert für mich (auf Linux mit Wine) automatisch und auch bei Windows sollte das sofort automatisch funktionieren. Danach kann man den Dialog mit OK schließen und weiter gehts!
Um eine Spur mit einem Software Synthie zu erzeugen, bedarf es einer Midispur, statt einer Audio Spur mit Samples.

Mit einem Rechtsklick auf die 2. Spur öffne ich den Dialog – Create new Midi Object – Empty (2Bars). Es entsteht ein leeres Midifeld.

Als Instrument wähle ich aus dem Dropdownmenu, kleiner Pfleil nach unten, ganz unten, unterhalb von Instrumente Editor die Jazz Drums aus.

Jetzt hau mal in die Tasten, höre und staune! Wohoooo …

Vermutlich geschieht jetzt bei den meisten Menschen – NICHTS! In dem Fall, mal einen Doppelklick in die leeren 2 Bars , damit sich der Midi Editor öffnet. Nochmal in die Tasten hauen. Und ? Vermutlich wieder nix, … da wird dann eine Fehlersuche nötig, wenn nix zu hören ist.

Das "Schlagzeug" belegt nicht die kompletten 49 oder 61 Tasten deiner Klaviatur. Nur ein oder zwei Oktaven sind belegt. Probier mal alle Tasten durch. Bei meinem NanoKeyboard mit nur 24 Tasten, muss ich ein Oktave tiefer schalten um das Schlagzeug zu erreichen.

Also ausprobieren, und ? Nichts?

Abspeichern. Programm schließen. Rechner neu starten. Nochmal probieren. Wieder nix? Egal. Pech gehabt. Computer verkaufen, Haus verkaufen, Auto verkaufen, Scheiden lassen, Kinder verkaufen – mit einer Gitarre nach Hawai auswandern. Glücklich werden. Ich weiß ich bin die Ausnahme. Bei mir funktioniert so etwas immer auf Anhieb. Ich musste mich dazu nicht erst 20 Jahre lang mit Computern beschäftigen, stundenlang selber Fehler suchen und mir selbst etwas beibringen. Menschen wie ich bekommen das im Schlaf von Gott erzählt wie das alles funktioniert.

Für all die Glücklichen bei denen das bis hierher funktionierte. Ihr seid gesegnet. Wir machen weiter.
Ich werde jetzt die Audiospur mit einem Midi-Instrument nachspielen.

Schlagzeug nachspielen mit einem Midi Schlagzeug Synth
Im Midieditor lassen sich "Tastenanschläge" auf der Klaviatur aufzeichnen,
oder mit einem Stift reinmalen. Wie man es macht, ist letztlich wurscht.

Wie konnte ich jetzt dieses so simple Schlagzeug so treffsicher nachempfinden, mit völlig anderen Sounds zwar, aber vom Rhythmus her ähnlich? Ich habe getrickst. Ich habe das gesamt Tempo auf 54 BPM gesetzt und konnte dann ganz langsam hinhören und die einzelnen Schläge nachspielen. Echte Schlagzeuger, wahre Musiker, spielen das einfach auf der Klaviatur oder auf „Drum Pads“, oder auf der Tastatur nach – ohne hinzusehen. Ich aber, ich bin kein echter „Musiker“. Ich bin faul und untalentiert und ein Kacknoob. Deswegen helfe ich mir mit solchen Tricks. Selbst bei solch pimmeligen Rhythmen, die eine 3 jährige mit ihrem Schnuller in den Brei hämmern könnte, muss ich verdammt genau hinhören damit ich raffe, wo Bassdrum und Snare hingehören.

Nach dem wir das geklärt hätten, widmen wir uns noch mal dem Software Synthesizer. Des Spasses halber, behalte die Midi Spur, lasse sie laufen und ändere während dessen das Instrument. Statt Drums, setze mal ein Klavier ein. Genau jetzt sollte der Unterschied zwischen Sample und Midi-Daten klar werden.

Ein Sample ist Starr und quasi Fertig. Ein Sample kann zwar bearbeitet werden, aber Midi Daten sind leichter veränderbar, können von verschiedenen Instrumenten nachgespielt werden. Man kann sowohl die Noten, das Timing feinjustieren, als auch den Synthesizer und die Effekte während die Noten spielen, anpassen. Und wenn uns stört dass alles in einem "Raster" steckt, können wir es später auch "menschlicher" machen und einen "Zufallseffekt" einbauen oder eben auch, das Midi Arrangement selber, live nachspielen und  aufzeichnen. Ein Computer soll nur helfen.

Wenn aber Softwaresynths und Midi den Samples überlegen sind, warum dann überhaupt Sample Sounds?

TRADITION!!! Und weil es so kacknoobs gibt wie mich. Spass beiseite … samplesounds werden bei „Vocals“ sehr wichtig. Wer will schon dauernd alles wiederholt singen, wenn doch die Aufnahme korrekt war? Manchmal nutzt man auch "Geräusche" Sounds um Musik interessanter zu gestalten. Viele Synthies nutzen Samples zur Soundsynthese, also zur Klangerzeugung u.s.w. Einfach mal machen, dann zeigt sich von selbst, das Samples die Musik bereichern können.

Man kann auch mit Sample Sounds einen Rhythmus nachspielen.


Es macht mir unheimlich viel Spass und ist ein kreativer Prozess,
etwas altes zu nehmen und etwas neues, etwas anderes daraus zu machen.
So kann man zB leicht eigene Akzente setzen, deren Wirkung das ursprüngliche Werk erheblich verändern.

So kann es aussehen, wenn man den Original Rhythmus (auf die Schnelle) mit SampleSounds „nachempfindet“.

Wo jetzt genau der Unterschied ist, zwischen einem Midi-Synth, der SampleSounds zur Wavesynthese nutzt um ein Schlagzeug zu erzeugen, dass dann einen „Rhythmus“ erzeugt, oder man Samples nutzt um einen Rhythmus zu erzeugen, oder man gleich das Orignal nimmt und durch Filter jagt …

Es ist vielleicht

a) Geschmacksache
b) „ein Gedankenkonstrukt dass in unserer „Realität“ (Wahrnehmung des Zustandes meiner Umwelt) zum rechtlichem Problem kleingeistiger Urheberspackos wird“
c) ein kreativer Schaffensprozess
d) irgendwas anderes – und eigentlich Pupsegal
e) ein gemeinsames Erlebnis mit einer Band, mit Freunden
f) eine spirituelle Erfahrung

Ich tendiere zu Antwort d) - mir ist es furzegal, hauptsache man hat Spass.

Jetzt zeige ich noch einen anderen Weg. Wie es, noch ein wenig anders geht. Mit einem BeatBox Synthesizer. Der ist genau richtig für solche Aufgaben.


Beatbox Modul, Rhythmus nachspielen
Das Modul ist extra für solche Aufgaben geschaffen und mit vielen
anderen Effekten kombinierbar. Auch eigene Presets zu erstellen ist möglich.
Das muss man nur mal selber machen.

Und das war sicher nicht der letzte Weg, der nach Rom führte. Es gibt hunderte Möglichkeiten einen Rhythmus, oder eine Melodie zu erzeugen. Die Software nimmt einem dabei, mal mehr mal weniger, Hürden beiseite. Mal hilft sie, mal inspiriert sie, mal verleitet sie dazu es sich bequem zu machen. Für eine simple Aufgabe, einen einfachen Rhythmus nachzuspielen habe ich nun 3 verschiedene Wege gezeigt, innerhalb einer Software. (fast) Jede andere Musiksoftware bietet ähnliche Möglichkeiten. Letztlich ist es nicht das so sehr das Werkzeug, sondern immer der "Handwerker" der sein Werkzeug erlernen muss. Zu sagen, MusicMaker sei Kinderkacke, ist meiner Meinung ein sehr "überhebliche" / "arrogante" und wenig kluge Aussage. Ich verwette meinen Arsch darauf dass, Steven Adler, Matt Sorum,
Frank Ferrer,
Rob Gardner oder auch Josh Freese - alle hätten auf einem Schuhkarton mit einer Kinderrassel einen coolen Beat hinbekommen. Und auch Jimmy Hendrix hätte mit einer Kinderklampfe ein geilen Song gespielt. Man soll nicht der Badehose die Schuld geben, wenn der Bauer nicht schwimmen kann. Es sei denn die ist aus Beton.

Ich hoffe bis hierher war alles verständlich und gab einen Überblick, über die verschiedenen Möglichkeiten und zeigte was es mit dem ominösen „Midi“ auf sich hat. Ich hab jetzt, genug geschrieben, ich geh jetzt zur Entspannung eine Runde auf die Hüpfburg …

Kriss Kross 1992 - https://de.wikipedia.org/wiki/Kris_Kross

So geil, so rofelig. OMG - dieses Posen LOL
Herrlich.

 

 


 

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